Bierbrauer Helmut Wetzel bei „Ansichten“

In den Ansichten begrüßt Johannes Schmidle Helmut Wetzel, den Seniorchef des Sternbräu in Rankweil. Wetzel stammt aus einer Bierbrauerfamilie und führte den Sternen in Rankweil in dritter Generation.

Sendehinweis:

„Ansichten“, 26.10.2015, 11.00 bis 12.00 Uhr und 21.00 bis 22.00 Uhr (WH), ORF Radio Vorarlberg

Mittlerweile hat Wetzel die Geschäfte seinem Sohn übergeben, er selbst ist aber auch noch mittendrin. 1940 im Gasthaus Sternen geboren, ist Helmut Wetzel in der Gaststube aufgewachsen. Dort war „seine“ Schule für den späteren Beruf des Wirts und die Schule fürs Leben, wenn er Gästen lauschte, die aus ihrem Leben erzählten und vielleicht auch nach einem Glas zu viel aus ihrem Lebens-Nähkästchen plauderten. Galt doch auch schon damals die Weisheit: In vino veritas (im Wein liegt die Wahrheit).

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Die Sendung zum Nachhören

Ansichten Helmut Wetzel

ORF

Helmut Wetzel

Vorarlberg hatte an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert noch 80 Brauereien, mittlerweile ist Zahl auf ein paar wenige geschrumpft. Im Sternen bekommt der Gast manchmal im Haus gebrautes Bier - oder Helmut Wetzel kauft zu. Zudem werden mehr als 60 Biersorten angeboten. Wetzel bezieht es von kleinen europäischen Brauereien. Diese Biere seien alle – in Anspielung auf einen umstrittenen Rechtsentscheid des Landgerichts Ravensburg – bekömmlich, weil man sie bei ihm bekomme.

Globalisierung schadet den „Kleinen“

Helmut Wetzel kennt sich aber auch auf dem globalisierten Biermarkt bestens aus und nennt die Übernahme des britischen Bierbraukonzerns SABMiller (Foster’s, Dreher) durch den weltgrößten Bierkonzern Anheuser-Busch InBev (Budweiser, Corona) einen vorherzusehen gewesenen 100-Milliarden-Euro-Deal. In der Globalisierung sieht Helmut Wetzel die Ursache für das Verschwinden der „Kleinen“ und den Tod der „Eigentümlichkeiten“ von Regionen und Ländern auch auf dem Bierbrauermarkt.