Weltbürger Thomas Schmidinger

Die Wucht der Zerstörung in Syrien in den letzten Jahren durch den Bürgerkrieg rühre ihn zu Tränen. Mit Thomas Schmidinger ist in den „Ansichten" ein ausgewiesener Weltbürger und Nahost-Experte zu Gast.

Sendehinweis : Sonntag, den 11. Oktober, von 11.00 bis 12.00 Uhr
Am Montag, den 12. Oktober, von 21.00 bis 22.00 Uhr (WH)

„Warum kommen viele junge Männer aus Syrien nach Europa? Ist die Angst vieler Mitbürger vor djihadistischen Kämpfern, die mit der Fluchtwelle nach Europa kommen berechtigt? Ist die aktuelle Flüchtlingswelle zu stoppen?“ Diese und ähnliche Fragen sind auch Gegenstand des Gesprächs, das Johannes Schmidle mit Dr. Thomas Schmidinger für die „Ansichten" geführt hat.

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Schmidinger ist ein angesehener Politik-, Sozial- und Kulturwissenschafter, ein namhafter Migrations- und Islamexperte, ein Mensch, der viele Sprachen (Russisch, Arabisch, Kurdisch, Albanisch, Serbo-Kroatisch, Spanisch etc.) spricht und den Mittleren und Nahen Osten bestens kennt.

Die Wucht der Zerstörung, die Syrien in den letzten Jahren des Bürgerkriegs erfahren hat, rühre ihn zu Tränen. Es sei die lange Dauer des Krieges und die Perspektivlosigkeit der Menschen in den Flüchtlingslagern, die zur „Fluchtwelle“ nach Europa geführt habe. Aus dieser Fluchtbewegung erwachse nicht nur für die Regierungen, sondern auch für die Bevölkerung der westlichen Gesellschaften eine herausfordernde Aufgabe, wo es um Willkommenskultur und Integration gehe.

Mit Blick auf seine Schulkarriere hat es gar nicht nach wissenschaftlicher Karriere ausgesehen, aber der berühmte Knopf ist ihm mit dem Eintritt in die Universität aufgegangen. Wissen, Länder, Menschen hätten ihn, den absolvierten HTL-Nachrichtentechniker, immer schon interessiert und fasziniert.Schmidinger ist Lektor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und an der FH Vorarlberg.