Univ.-Prof. Verena Kast: „Wenn wir uns versöhnen“

Psychologie-Professorin und Psychotherapeutin Verena Kast spricht in der Radio-Vorarlberg-Sendung „Focus“ über das Thema „Wenn wir uns versöhnen“.

Die Sendung zum Nachhören:

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Sendungshinweis:

„Focus“, 27.5.206

Wenn uns ein Schicksalsschlag trifft, verlieren wir einen wichtigen Menschen. Dann stellt sich die Frage, ob uns die Versöhnung mit unserem Schicksal gelingt und ob wir besser damit umgehen können?
„Was heißt es aber, sich zu versöhnen? Wie kann Versöhnen gelingen? Warum ist es so schwierig, sich zu versöhnen? Wann kann es falsch sein, sich zu versöhnen? Diesen Fragen geht Verena Kast in dieser Sendung und ihrem gleichnamigen Buch nach.

Verzeihen als Prozess, der die Freiheit vergrößert

Verena Kast geht es nicht um Verzeihen und Versöhnen als moralische Forderung, sondern als eine psychologische Fähigkeit, fast eine Kunst, die hohe Anforderungen an uns stellt.

Zu verzeihen und sich zu versöhnen ist laut Kast manchmal ein langwieriger Prozess, der aber zu einer größeren Freiheit führt und uns aktiv unser aktuelles Leben gestalten lässt. Dieser Prozess lasse uns nicht der Vergangenheit verhaftet bleiben, sondern führe dazu, dass es uns gelinge, immer wieder die Opferposition, in die wir hineingeraten, zu überwinden und selbst wirksam zu werden.

Literatur :

Verena Kast: „Wenn wir uns versöhnen“ (erschienen im Kreuz-Verlag)