„Focus“ mit Christina Kessler

Christina Kessler spricht in der Radio-Vorarlberg-Sendung „Focus" über das Thema „Alles ist mit allem verbunden. Wandern zwischen den Welten“.

Mensch und Welt in der Krise

Sendungshinweis:

„Focus“, 15.11.2012

„Was braucht es, um unser System, das heute so im Argen liegt, zu verändern? Was können wir tun, um bei diesem Wandel aktiv mithelfen zu können?“, fragt Christina Kessler eingangs.

Es braucht, sagt Christina Kessler, wenn wir eine Wendezeit erleben, eine Einsicht in das Prinzip des Wandels.
Wenn wir verstehen wollen, was Wandel bedeutet und nach welchen Prinzipien er sich vollzieht, dann können wir vielleicht mit dem Strom des Wandels und müssen nicht ständig in eine andere Richtung gehen bzw. dagegen arbeiten.

Um den Wandel zu bewältigen, benötigen wir im Grunde nichts Neues.

Die Sendung zum Nachhören

amo ergo sum - eine Philosophie für alle

amo ergo sum - ich liebe, also bin ich.
Hinter diesen Worten verbirgt sich die Antwort auf René Descartes berühmten Ausspruch „cogito ergo sum - ich denke, also bin ich“, der zum Motto der materialistisch-mechanistischen Weltanschauung patriarchaler Prägung geworden ist.

Kessler

privat

Christina Kessler

Christina Kessler befragt unser Weltbild nach dem Vorbild eines 4-Säulen Modells. „Es ist das Weltbild, in dem wir uns heute - noch - bewegen, das den meisten Menschen selbst-verständlich erscheint, so selbstverständlich, als sei es die einzige Möglichkeit, die Welt zu erklären und das Leben zu erfahren. Ein Weltbild, das den Herausforderungen der Gegenwart jedoch längst nicht mehr gewachsen ist; dessen zerstörerische Tendenzen nicht mehr zu übersehen sind - weil es auf einem Paradigma der Trennung beruht.“

Eine neue „not-wendige“ Lebenshaltung

Die Ethnologin Christina Kessler sieht unsere Welt im Wandel. "In einer Welt, die durch internationale Vernetzung, Globalisierung und den damit verbundenen Zusammenprall der Kulturen charakterisiert ist, wird eine neue Lebenshaltung „Not-wendig" - beim Einzelnen, in Familien und Paarbeziehungen, am Arbeitsplatz, im Erziehungs- und Heilwesen, auf den Führungsetagen, in Gesellschaft, Kunst und Kultur, den Medien, im Verhältnis des Menschen zur Natur, auf dem ganzen Planeten...“

Die Liebe als das Prinzip der Allverbundenheit

In diesem Sinne stellt sie dem Trennenden das Verbindende, sie stellt fest, dass das Beziehungshafte zum Mittelpunkt des Denkens und Handelns werden müsse: die Liebe.
" Denn Liebe ist das Prinzip der Allverbundenheit und die nach Verbindung strebende Kraft." Das ist Kessler`s Kernaussage des amo ergo sum. Mit ihr eröffne sich ein völlig neues Verständnis des Phänomens „Liebe“. Ein Verständnis, das Brücken schlage.

Sendehinweis:

„Focus“, 10.11.12

Die AMO -Philosophie

Im Mittelpunkt der amoPhilosophie steht ein neues Konzept der Selbstrealisation,
" Selbstrealisation bedeutet: Zu dem werden, der wir sind und immer sein wollten. Vollenden, was in uns angelegt ist. Ganz Mensch sein. Die totale Erfahrung des Lebens machen."
Wir sollten in die in uns verbarrikadierten inneren Räume vordringen und gleichzeitig die Welt da draußen immer mehr zu umarmen - bis wir das Ganze in uns selbst erkennen und das Selbst in ALLEM wahrnehmen.

" Wer die inneren Räume zurückerobert, beginnt die üblichen Macht- und Manipulationsspielchen zu durchschauen - bei sich selbst und ebenso bei anderen - und lernt, sich in diese Spiele nicht mehr zu verstricken. Seine Werte verlagern sich.
Zunehmend entwickelt er Fähigkeiten, die man als „Herzensqualitäten" bezeichnen könnte. Früher wurden sie Tugenden genannt. Gemeint sind Eigenschaften, die dem Leben taugen und der Lebendigkeit dienen; die das alte Gegeneinander in ein neues, konstruktives Miteinander verwandeln,“ stellt Christina Kessler fest.

Zur Person

Dr. Christina Kessler

Studium der Ethnologie, Philosophie, Soziologie und Vergleichenden Religionswissenschaften in Verbindung mit zahlreichen Feldforschungs- etappen
1988 Promotion zum Dr. phil. mit einer Dissertation über den Peyotekult der Huichol-Indianer

Ausbildungen in Systemischer Familien- und Paartherapie, Transpersonaler Psychologie, Holotropic Breathwork und verschiedenen Formen der Atem-, Energie- und Bewusstseinsarbeit

Forschungsaufenthalte in Mexiko (Schamanismus), Ladakh (tibetischer Buddhismus, Vajrayana) und Süd-Indien (Raja Yoga, Vedanta)

1992 Entwicklung der Holistischen Energie- und Atemlehre, HEAL®, aus der einige Jahre später amo ergo sum sowie der Trainings-Zyklus zur Selbstrealisation hervorgingen

• seit 2003 Leitung von Seminaren zur Ausbildung zum CID - Consultant for Integrative Development (BeraterIn für Selbstrealisation und Integratives Wachstum)

www.christinakessler.com

Literatur

Amo ergo sum - Ich liebe, also bin ich Selbstrealisation: Der Weg in eine neue Wirklichkeit, Arbor und Heyne Verlag

Wilder Geist - wildes Herz.
KOMPASS IN STÜRMISCHEN ZEITEN, Verlag: Kamphausen

Musik

CD Barocco Sonusbrass

Tim Bendzko
Nur noch kurz die Welt retten