„Mein Leben mit meinen neuen Händen“

1994 hat der Polizist Theo Kelz bei dem Versuch, eine Rohrbombe von Franz Fuchs zu entschärfen, beide Unterarme verloren. Sechs Jahre später wurden ihm zwei Hände transplantiert. Kelz war am Dienstag in Vorarlberg zu Gast und erzählte über sein Leben mit seinen neuen Händen.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen Vorarlberg“, 31.10.2012

Am 24. August 1994 wird der Sprengstoffexperte Theo Kelz mitten in der Nacht zu einem Anhänger gerufen, den Bombenattentäter Franz Fuchs vor einer Schule abgestellt hatte. Kelz untersucht einen verdächtigen Gegenstand, als dieser plötzlich in seinen Händen detoniert. Stunden später wacht Kelz im Spital auf und erfährt die schockierende Nachricht, dass er seine beiden Hände verloren hat. Seine Tochter machte ihm damals Mut und sagte ihm: „Aufgeben tut man nur einen Brief!“

Audio: Radio-Beitrag von ORF-Redakteurin Astrid Felsner.

„Niemals aufgeben!“

Aufgeben haben Kelz und seine Familie tatsächlich nicht. Einer Eingebung folgend, statt Prothesen wieder zwei richtige Arme zu haben, kämpfte Kelz für seine Vision. Zuerst lehnte der Transplantationsspezialist Raimund Margreiter ab, sechs Jahre später ging der Traum dann doch noch in Erfüllung. In einer 19-stündigen spektakulären Operationen wurden Kelz, als zweiten Menschen weltweit, zwei neue Hände transplantiert. Kelz kann seitdem sein Leben genauso fortführen wie vor seinem Unfall. Er ging danach sogar auf Weltreise mit seinem Motorrad. Bei der Veranstaltung am Dienstagabend bei der Firma Doppelmayr in Wolfurt möchte Kelz den Menschen vermitteln, dass es sich lohnt, nicht aufzugeben und sich für seine Träume und Visionen einzusetzen.