Vorschau auf die 67. Bregenzer Festspiele
Sendungshinweis:
„Kultur nach 6“, 4.7.2012
Zwei Wochen vor Beginn der 67. Bregenzer Festspiele gab der traditionelle „Pressetag“ Gelegenheit für Informationen und einen Blick in die Proben sowie hinter die Kulissen des Bodensee-Festivals. Festspielpräsident Hans-Peter Metzler berichtete den zahlreichen Vertretern in- und ausländischer Medien, die Suche nach einen neuen Intendanten als Nachfolger von David Pountney sei auf gutem Wege. „Wir haben Gespräche aufgenommen“, sagte Metzler und zeigte sich gegenüber der APA zuversichtlich, nach Abschluss der Saison, also vor Ende August, einen neuen Intendanten präsentieren zu können. Nähere Details wollte Metzler nicht preisgeben.
Zwei Werke von Glanert
Die Festspiele 2012 werden am 18. Juli von Bundespräsident Heinz Fischer eröffnet, am Abend wird im Festspielhaus als Eröffnungspremiere die Auftragsoper „Solaris“ von Detlev Glanert uraufgeführt. Basierend auf dem gleichnamigen Zukunftsroman (1961) des polnischen Science-Fiction-Autors Stanislaw Lem geht es in der Oper „Solaris“ um Schuld und Erinnerung und den persönlichen Umgang damit. Die Oper am Kornmarkt bringt am 4. August mit der Kammeroper „Nijinskys Tagebuch“ ein weiteres Werk von Glanert.
Detlev Glanert im Porträt
Der „kultur.montag“ am 9.7. ab 22.30 Uhr in ORF2 porträtiert den international gefeierten Künstler Detlev Glanert und bietet erste Einblicke in die Uraufführung von „Solaris“.
Wiederaufführung von „Andre Chenier“
Kernpunkt der Festspiele ist die Wiederaufnahme der Oper „Andre Chenier“ von Umberto Giordano als Spiel auf dem See ab 19. Juli. Für Intendant Pountney (er inszeniert 2013 Mozarts „Zauberflöte“, Anm.) und Regisseur Keith Warner ist die Revolutionsoper ein „intelligentes Spektakel“ und eine geradezu „perfekte Oper für die Seebühne“. Im Vorjahr wurden rund 124.000 Besucher registriert, das entspricht etwa 80 vollbesetzten Opernhäusern, erinnerte Pountney. „Andre Chenier“ sei durch die international hervorragend kritisierte Bregenzer Inszenierung „populärer als vorher“ und stoße auf viel mehr Interesse in der Branche, zeigte sich Pountney selbstbewusst.
Die Buchungslage ist bislang aber nicht berauschend. Bis dato sind laut Michael Diem, dem kaufmännischen Direktor, rund 55 Prozent der Tickets gebucht.
Über 80 Veranstaltungen
Das Festspielprogramm ist heuer etwas abgespeckt. Nach wie vor spielen die Wiener Symphoniker aber drei Orchesterkonzerte (23., 30. Juli und 6. August), das Symphonieorchester Vorarlberg konzertiert am 12. August. Insgesamt bieten die Bregenzer Festspiele von 18. Juli bis 18. August über 80 Veranstaltungen.
Links:
- Festspiele: Erfolgsdruck beim Kartenvorverkauf (vorarlberg.ORF.at, 19.6.2012)
- Festspielhaus mit zehn Prozent mehr Umsatz (vorarlberg.ORF.at.at, 29.6.2012)
Publiziert am 04.07.2012

