„Grauzone“ Urheberrecht im Internet
Sendungshinweis:
RV-„Landesrundschau“, 15.5.2012
Autor Gerhard Ruiss von der IG AutorInnen kritisierte im Rahmen der Diskussion, die unter dem Motto „Urheberrecht für alle“ stand, dass große Konzerne wie etwa Google oder Youtube mit den Werken von Kunstschaffenden viel Geld - nicht zuletzt durch Werbeeinnahmen - verdienen würden, während die Produzenten der Werke völlig leer ausgehen würden.
Alternativen gewünscht
Ähnlich sieht das auch Netzaktivist Julian Golderer, der nicht gegen die Künstler, sondern für die Konsumenten argumentierte. Er wünscht sich legale Alternativen zu großen Multis wie Youtube, die für Konsumenten gratis sein sollten und durch Werbeeinnahmen die Künstler bezahlen könnten.
Das Thema Urheberrecht gestaltet sich sehr schwierig, da es einerseits völlig unterschiedliche Bestimmungen für Sparten wie Musik, Literatur, Film, usw. gibt. Außerdem stellt die Internationalität des Internets ein Problem dar, da es in vielen Ländern komplett andere Rechtssituationen gibt.
Festplattenabgabe und „Kultur-Flatrate“ angedacht
Es gibt angedachte Lösungsansätze, wie etwa die sogenannte Festplattenabgabe, bei der man mit dem Kauf eines Datenträgers - ähnlich wie mit dem Kauf leerer CDs - automatisch eine Gebühr zahlen würde, welche die Kunstschaffenden bekommen sollten. Ähnlich ist auch der Ansatz einer „Kultur-Flatrate“, bei welcher man eine solche Gebühr bereits mit dem Internet-Anschluss bezahlen würde.
Publiziert am 15.06.2012

