„Natürliche Aspekte des Heilens“

In dieser Woche spricht der inzwischen verstorbene Geistheiler und Mediziner Fritz Roithinger über natürliche Aspekte des Heilens und warum Krankheit eine Chance ist, Lebensmuster neu zu überdenken.

Die Sendung zum Nachhören:

Dr. Fritz Roithinger hat eine direkte und verständliche Sprache für die Dinge, die ihn auf Grund seiner Erfahrung als Mediziner und als Mensch bewegen. Er betont die Verantwortung des Menschen für sich selbst: bei der Ernährung, beim Umgang mit anderen Menschen, bei der Liebe für sich und für seine Mitwelt.

Sendehinweis:
„Focus“, 19.01.2012

Fritz Roithinger interessierte sich für alternative Heilmethoden, weil die Schulmedizin seiner Ansicht nach zu wenig den Ursachen von Krankheit auf den Grund geht.

Verhältnis des Menschen zum Kosmos

Ganzheit sei das zentrale Thema unseres Lebens und unserer Gesundheit - und wir sollten uns nicht von fragwürdigen Labor-Messergebnissen erniedrigen lassen, mahnt der Arzt Fritz Roithinger. Seine Ausführungen nehmen auch Bezug auf das Verhältnis des Menschen zum Kosmos, zur Religion, zur Politik und den Medien. Die Symbiose Mensch-Natur stimme nicht mehr.

Umweltzerstörung und ihre Auswirkungen

Dr. Roithinger verweist auf die Zerstörung der Umwelt, mit allen Folgen für die Gesundheit und damit die Erkrankungen. Der Mensch selbst sei dafür verantwortlich, kritisiert Roithinger. Die dem Boden in der Landwirtschaft zugeführte Chemie zerstöre die Umwelt und führe dazu, dass dadurch qualitativ schlechte Lebensmittel wachsen. Ihnen werde deren volle Wertigkeit genommen. Ganz logisch führe es zu einer Immunschwäche des Menschen. Da liege das Problem, so Roithinger .

Der seelisch-geistige Aspekt

Roithinger betont den seelisch-geistigen Aspekt: er hält ihn für den Menschen für ganz zentral. „Der Mensch ist eine Einheit von Körper, Seele und Geist. In der ganzheitlichen Medizin erfahren wir, dass jede Krankheit einen geistig-seelischen Konflikt als Hintergrund hat. Der Körper reflektiert ja nur dieses Bewußtsein. Dort wäre der Ansatz eine Heilung einzuleiten.“

Mit der heutigen Technik bleibe aber diese Welt verschlossen; die Schulmedizin sei ein Beispiel dafür, dass durch Chemie in vielen Fällen die einzige Form von „Heilung“ gesehen wird.

Materieller Lebensstil als Ursache für Erkrankungen

Aus Roithingers Sicht sollte es zu einem Brückenschlag zwischen der Schulmedizin und den alternativen Heilmethoden kommen.Als Ursachen für die vielen Krebserkrankungen sieht Roithinger den materiellen Lebensstil. „Wir wissen darüber sehr wenig, was die genauen Ursachen in den spezifischen Fällen sind. Für mich ist klar, dass unsere zerstörte Umwelt, die Chemie in der Nahrungsmittelindustrie und der Medizin etc. zu den Mitverursachern gehören“, so Roithinger.

Krankheit als Korrektur zu neuem Bewusstsein

Zusätzlich seien wir in der heutigen Zeit einem massiven permanenten Elektrosmog ausgesetzt. Wenn man es ganzheitlich betrachte, sei der geistige Einfluss unserer materialistischen Welt mindestens genauso mitverantwortlich.

Die Krebserkrankung passiere in Wirklichkeit auf diesen Bewusstseinsebenen. „Wir sind leider noch nicht bereit, Heilung auf dieser geistigen Ebene zu verstehen. Wir müssen endlich verstehen, dass Krankheit eine Korrektur zu neuem Bewusstsein ist und eine Chance, das Lebensmuster neu zu überdenken“, macht Roithinger bewusst.

Appell zur Eigenverantwortlichkeit

Roithinger schließt mit dem Hinweis auf die Eigenverantwortung. „Mein wichtigstes Anliegen ist, dass die Menschen endlich Eigenverantwortung übernehmen. Dass wir Gesundheit nicht durch die jährliche Gesunden-Untersuchungen , sondern durch Lebens- und Ernährungsumstellungen erreichen“.

Die Gesellschaft könne nicht in Gesundheit leben, wenn sie die Umwelt missachte und zerstöre. Besonders wichtig sei es, die Würde und Achtung der Mitmenschen, die Liebe zur Tierwelt zu achten. „Wir müssen begreifen, dass unser irdisches Leben vor allem den Zweck hat, dass wir uns geistig weiterentwickeln und in Liebe und Einklang mit der Natur leben..... “

Zur Person

Dr. Fritz Roithinger ist am 26.Dezember 2011 - nach kurzer schwerer Krankheit - 72-jährig gestorben. Der gelernte Landwirt begann mit 31 Jahren in Innsbruck, Wien und Padua Medizin zu studieren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Geistheiler bei Barbara Ann Brennan.

1982 eröffnet er seine Praxis in Kirchberg in Tirol. Er legte die Kassen zurück, „weil sie eine Medizin unterstützen, die nicht seinen Vorstellungen entspricht. Alles, was alternativ ist, wird verhindert.“

In Ruanda und Uganda gründet er Häuser für Waisen und ledige Mütter. 1997 verlegt er seine Praxis nach Kitzbühel.

Musik:

CD For a quiet evening
DECCA