Lagerfeuer als Ursache für Waldbrand?

Im Bereich Breitenberg in Hohenems ist am Freitag gegen 21.00 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Rund 260 Feuerwehrleute mit 30 Fahrzeugen konnten den Waldbrand löschen. Die Einsatzkräfte entdeckten ein teilweise gelöschtes Lagerfeuer.

Beim südlichen Aussichtspunkt des Breitenbergs fanden die Einsatzkräfte ein teilweise gelöschtes Lagerfeuer, vom dem aus mehrere Glutnester in Richtung Felskante führten. Von dort bereitete sich das Feuer weiter aus.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei Hohenmes ist auf der Suche nach den Verursachern des Lagerfeuers und bittet Zeugen um Hinweis (Tel: 059133/8124).

Großeinsatz der Feuerwehren

Im Interview spricht Stefan Banzer, Einsatzleiter der Feuerwehr Hohenems

Warnung: Erhöhte Waldbrandgefahr

„Wir bitten die Bevölkerung um erhöhte Vorsicht. Gerade jetzt übers Wochenende werden aufgrund des schönen Wetters viele in den heimischen Bergen und Wäldern unterwegs sein“, appellieren Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP). Wenig Niederschlag in den vergangene Tagen und der vorherrschende Föhn hätten für trockene Bedingungen gesorgt, die die Waldbrandgefahr erhöhen.

Folgende Verhaltensregeln sollten beachtet werden, ersucht das Land:
• Vorsicht beim Grillen in freier Natur
• Sorgsamer Umgang mit offenem Feuer
• Keine brennenden oder glimmenden Gegenstände (Zigarettenstummel, Streichhölzer) wegschmeißen
• Keine Feuer im Wald, am Waldrand und in trockenen Wiesen entzünden
• Keine Fahrzeuge auf leicht entzündbarem Untergrund parken (Gefahr von heißen Katalysatoren)
• Müll vermeiden: Jede weggeworfene Glasflasche, Folie, Feuerzeug oder Dose mit chemischen Abfällen kann zu einem Brand führen.
• Keine Feuerwerkskörper entzünden

Waldbrand am Mittwoch in Braz

Am Mittwoch ist in Braz ein Waldbrand ausgebrochen. Laut Polizei dürfte sich der Waldboden durch Funkenflug bei Flexarbeiten oberhalb der Arlbergbahnstrecke entzündet haben.

In Teilen Vorarlbergs herrscht derzeit erhöhte Waldbrandgefahr. Das Laub vom vergangenen Herbst und der teils starke Föhn seien eine gefährliche Kombination, so Andreas Amann von der Abteilung Forstwirtschaft des Landes - mehr dazu in Föhn verschärft Lage.