Beznau 1: „Energiepolitische Kriegserklärung“

Die Schweizer Entscheidung zur Wieder-Inbetriebnahme des Atom-Meilers Beznau 1 bezeichnet der Energiesprecher der ÖVP-Landtagsfraktion, Christian Gantner als „energiepolitische Kriegserklärung“.

Eigentlich war der veraltete Reaktor Beznau 1 seit 2015 wegen Materialfehler stillgestanden. Die Betreiber sind jetzt aber zum Schluss gekommen, dass diese Mängel die Sicherheit nicht beeinträchtigen - mehr dazu in AKW Beznau: Block 2 wieder am Netz.

Schweizer Energiepolitik „rücksichtlos“

Die Entscheidung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorates, den Meiler Beznau 1 wieder in Betrieb nehmen zu lassen, ist für ÖVP-Energiesprecher Christian Gantner eine energiepolitische Kriegserklärung: „Die Axpo als Betreiberin schlägt aus rein wirtschaftlichen Interessen alle nachbarschaftlichen Bedenken in den Wind."

Gantner rechne in diesem Fall auch mit der Rückendeckung von Außenministerin Karin Kneissl und erwarte sich deutliche Worte in Richtung Bern. Gerade der siebte Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima sollte laut Gantner eine Warnung an die Schweizer Nachbarn sein, aus der Atomtechnologie so rasch wie möglich auszusteigen.

Energiewende auch in der Schweiz

Gantner appelliert an die Schweiz in der Energiepolitik die Wende zur erneuerbaren Energie zu forcieren. Die Schweiz habe durch ihre Geographie die Möglichkeit die Wasserkraft als nachhaltige Energiequelle weiter auszubauen. Die aktuellen Pläne, weiter auf die Atomenergie zu setzen, seien aus Sicht eines besorgten Nachbarn nicht wirklich ambitioniert, die Abhängigkeit von der Atomenergie zu reduzieren.

Ähnlich wie Gantner reagierten bereits Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne).