Arbeitsmarkt: 2017 brachte 3.000 neue Stellen

Aus Sicht der Wirtschaft war 2017 ein gutes Jahr, was sich auch auf dem Arbeitsmarkt widerspiegelte. Laut Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice rechne man mit einem Beschäftigungszuwachs von 3.000 Personen.

Das seien zwei Prozent mehr als 2016, so Bereuter im Samstaginterview von ORF Radio Vorarlberg. Er spricht von einer sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung auf dem Vorarlberger Sektor. Man rechne mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit um zirka 100 Personen, so Bereuter im Gespräch mit ORF-Radio-Vorarlberg-Redakteur Peter Metzler.

Audio: AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter im Gespräch mit ORF-Redakteur Peter Metzler

Dass die Arbeitslosenzahlen heuer im November mit rund 11.000 Personen recht hoch waren, liegt laut Bereuter daran, dass dieser Monat generell immer die höchste Arbeitslosigkeit aufweise. Denn er falle in die Zwischensaison. Rund 72 Prozent der Arbeitslosen aus dem Bereich Gastronomie hätten eine Wiedereinstellungszusage. Aufgrund der guten Schneelage gebe es vor Weihnachten noch viele Anstellungen.

Nach fünf Jahren, in denen die Arbeitslosigkeit stetig gestiegen ist, gab es heuer erstmals wieder einen leichten Rückgang. Grundsätzlich, so Bereuter, könne man beobachten, dass nach Krisenjahren der Sockel an Arbeitslosigkeit leicht steige.

50+: Aktion 20.000 laut Bereuter erfolgreich

Erfolgreich ist laut Bereuter die Aktion 20.000, die zum Zielt hat, Personen ab 50 Jahren wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Er könne sich aber vorstellen, dass sie eingeschränkt wird und dass nur die Hälfte der 370 geplanten Arbeitsverhältnisse finanziell unterstützt wird.

Die Aktion sei für Personen über 50 gesellschaftlich sehr wichtig. Ohne Lohnkostenunterstützungen wäre eine Vermittlung sehr schwierig, so Bereuter.

Gute Prognosen für 2018

Für das neue Jahr zeigt sich Bereuter zuversichtlich. Laut Prognosen gehe man davon au von einem weiteren Wirtschaftswachstum von etwa 2,5 bis 2,8 Prozent aus. Das sei eine sehr gute Ausgangslage für heimische Unternehmen, die weiterhin Arbeitskräftebedarf haben werden, so Bereuter. Dadurch erhoffe man sich, dass die Arbeitslosigkeit weiter sinken werde.

Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge steigt

Die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge, so prognostiziert Bereuter, werden jedoch im ersten Halbjahr 2018 weiter steigen. Wie Bereuter erklärte, wolle man bleibeberechtigte Flüchtlinge beim AMS möglichst früh betreuen.

Dadurch könnten sprachliche Fähigkeiten und berufliche Kenntnisse jedes Einzelnen überprüft werden. Auf dieser Grundlage sei es dann möglich, ein individuelles Maßnahmenpaket für die Integration auf dem Arbeitsmarkt festzulegen.

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