Parteien kämpfen um die letzten Stimmen

ÖVP, Grüne, FPÖ und NEOS schließen am Freitag den monatelangen erbitterten Wahlkampf ab. Mit Ausnahme der FPÖ waren die freiwilligen Helfer der Parteien alle am Freitagvormittag auf dem Bregenzer Kornmarktplatz zu finden.

NEOS-Parteichef Strolz startete - nach einem Besuch in seiner Heimat Wald am Arlberg - in Bregenz seine abschließende Bundesländertour. Vorarlberg-Spitzenkandidat Gerald Loacker zur Frage, warum man diesmal ihn und NEOS wählen sollte: „Wenn man jemanden will, der den Großen auf die Finger schaut, der die Missstände aufdeckt, der dieses rot-schwarze System zerlegt und die Geldverschwendung sichtbar macht, dann habe ich auf viele Erfolge zu verweisen.“ Er könne auch mit gutem Recht sagen, dass er bei den politischen Mitbewerbern eine hohe fachliche Anerkennung genieße.

Wahlkampfabschluss

Für die Politiker gilt es zwei Tage vor der Nationalratswahl, die letzten Kräfte zu mobilisieren. Auch in Vorarlberg waren die Partein am Freitag nochmals unterwegs.

Grüne mit Startschwierigkeiten

Am anderen Ende des Kornmarktplatzes warteten die Grünen ungeduldig auf ihren Landes-Spitzenkandidaten Harald Walser. Er war im Zug gestürzt und musste sich noch die Platzwunde am Kopf nähen lassen. Seine Argumente, warum man den Grünen die Stimme geben solle: „Wir Grünen sind die einzigen Garanten dafür, dass eine Bildungsreform auch umgesetzt wird, die wir beschlossen haben. Wir Grünen sind die einzigen, die garantieren, dass der Klimaschutz nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt.“ Außerdem würde man sich als einzige Partei für die Benachteiligten einsetzen.

ÖVP-Großaufgebot zum Abschluss

Die ÖVP bot noch einmal alles auf, was man im Land in einem Nationalratswahlkampf aufbieten kann: Den Landeshauptmann, Nationalratsabgeordnete, Spitzenkandidaten in den Regionalwahlkreisen und natürlich die Spitzenkandidatin auf der Landesliste, Martina Ess. Sie verkörpere das Neue in der Volkspartei, sagte Ess: „Ich bin vor sechs Wochen neu ins Boot gekommen, ich bin jetzt in ganz ehrliche, intensive Gespräche getreten mit den Bürgerinnen und Bürgern, und bin sehr offen und sehr wachsam mit einem guten, offenen Ohr auf diese Inhalte eingegangen.“

Die FPÖ ganz traditionell

Die Freiheitlichen mischten sich nicht unters Volk, sie gaben ganz konventionell im Landtagsclub ihre Abschluss-Pressekonferenz. Spitzenkandidaten Bösch auf die Frage, warum man dieses Mal die Freiheitlichen wählen sollte: „Die FPÖ ist seit zwölf Jahren die einzige Partei, die eine konsolidierte Politik betreibt. Viele der Themen, die wir vorgebracht haben in den letzten vier Jahren wurden ja von beiden Regierungsparteien übernommen.“ Deswegen sei er zuversichtlich, dass man auch in den nächsten Jahren viel Unterstützung von den Noch-Regierungsparteien bekommen werde.

In einem Punkt waren sich alle einig: Ein Wahlkampf wie der heurige dürfe sich nicht wiederholen. Die SPÖ startete bereits am Donnerstag in den Wahlkampfendspurt in Vorarlberg - mehr dazu in SPÖ im Wahlkampf-Endspurt.