Postfuchs bleibt langsam

Die mangelhaften Dienste der Post bringen die Volksseele wieder einmal in Wallung. Nachdem es bereits im Sommer über Wochen hinweg gravierende Probleme bei der Zustellung gegeben hat, häufen sich jetzt neuerlich Klagen von Postkunden.

In der Konzernzentrale der Post in Wien spricht man von Personalproblemen, die man aber so rasch wie möglich lösen wolle. Bei den Bürgern macht sich derweil blanker Unmut breit.

Wieder Unmut über Post

Die Post sorgt wieder einmal für Unmut bei ihren Vorarlberger Kunden: In den letzten Wochen haben die Klagen erneut zugenommen. Jetzt will man gegensteuern.

In den Medienredaktionen landen regelmässig Unmutsbekundungen enttäuschter Bürger. Ein Postkunde in Nüziders beklagt etwa, dass die Zustellung oft über Wochen hinaus nicht erfolgt sei. Bei der Hotline in Wien würde man Rückrufe nur versprechen. Postpressesprecher Michael Homola räumt ein, dass es bei der Zustellung derzeit tatsächlich gröbere Probleme gibt.

Zuwenig Personal

Der Personalstand, der in Vorarlberg notwendig ist, sei noch nicht erreicht. Deshalb komme die Post in manchen Orten nicht so regelmäßig wie gewohnt. Homola schließt aber aus, dass es wochenlange Unterbrechungen gebe, die Zustellung erfolge spätestens innerhalb weniger Tage.

Problemregion Bludenz

Der Raum Bludenz wird immer wieder als Problemregion bei der Zustellung genannt, eine Erfahrung, die der Bürgermeister von Nüziders, Peter Neier, bestätigt. Nach Angaben von Postpressesprecher Homola wurden seit Mitte des Jahres bereits 20 zusätzliche Zusteller eingestellt. Weitere sollen folgen. Dann sei der gewünschte Personalstand erreicht.

Frächter helfen mit

Zur Entlastung der Zusteller in ländlichen Regionen, etwa im Großen Walsertal, habe man die Paketzustellung an Frächter vergeben. Wann genau der Stellenplan erfüllt ist, sei offen, sagt Homola. Bis zum Weihnachtsgeshäft sollten die Probleme behoben sein.