Biogasanlagen: Betreiber können aufatmen

Viele Biogas-Anlagen im Land sind kurz vor dem Aus gestanden. Doch mit der Novelle des Ökostrom-Gesetzes gibt es für weitere drei Jahre einen geförderten Einspeistarif für Strom aus Biogas. Das freut die Betreiber der Anlagen, aber auch die Gemeinden profitieren.

Eigentlich fällt nach 13 Jahren Betriebszeit der geförderte Einspeistarif von rund 17 Cent pro Kilowatt für Strom aus Biogas weg - viele Anlagen im Land wurden etwa zur gleichen Zeit gebaut und wären betroffen gewesen. Mit dem verbleibenden Normaltarif von drei Cent sei ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich, sagt Ilg.

Mit der kürzlich beschlossenen kleinen Ökostromnovelle wird der geförderte Einspeistarif von rund 17 Cent nun um drei Jahre verlängert. Ohne diese Verlängerung hätte die Hälfte der 26 Biogasanlagen im Land sofort schließen müssen, sagt der Sprecher des Arbeitskreises Biogas, Tobias Ilg. Die 26 Biogasanlagen im Land versorgen 1.700 Haushalte mit Strom.

Auch Gemeinden nutzen Biogasanlagen

Über die Verlängerung freuen sich aber nicht nur die Anlagenbetreiber. Denn Biogas ist nicht nur für die CO2-neutrale Stromgewinnung von Nutzen, sondern die Gemeinden profitieren von der Entsorgung ihrer biogenen Abfälle, aus denen Biogas gemacht wird. Wenn kein Biogas mehr im Land produziert wird, müssen sich die Gemeinden überlegen, was sie mit ihren biogenen Abfällen wie Rasenschnitt machen, sagt Ilg. Die geruchsfreie Umwandlung in Biogas würde dann jedenfalls wegfallen.

Betreiber müssen sich Alternativen überlegen

Wieviele Biogasanlagen nach dem Wegfall des jetzt verlängerten Fördertarifes weiterbetrieben werden können, wird stark von der Entwicklung der Energiepreise abhängen. Durch die Novelle haben die Betreiber von Biogasanlagen nun noch Zeit, ihre Anlagen zu amortisieren und sich Alternativen zu überlegen. Eine könnte die Herstellung von Gas für den motorisierten Verkehr sein, so Ilg.

Förderung für Biogasanlagen verlängert

Im „Vorarlberg heute“-Beitrag nimmt der Sprecher des Arbeitskreises Biogas, Tobias Ilg, Stellung zur Verlängerung.

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