Meisterbäcker Ölz bleibt in Dornbirn

Die monatelange Diskussion über eine Erweiterung der Industriebäckerei Ölz scheint vorerst beendet. Der Betrieb baut seine Produktion in Dornbirn-Wallenmahd aus. Offenbar ebnete die Stadt Dornbirn den Weg für einen Grundstücksankauf.

Am Standort Dornbirn-Wallenmahd, wo Ölz seit Jahren produziert, hat sich nun eine überraschende Option für eine Betriebserweiterung aufgetan. Durch Mithilfe der Stadt zeigt sich der Besitzer des 14.000 Quadratmeter großen, benachbarten Grundstücks, die Firma Fußenegger, bereit, dieses an Ölz zu verkaufen. Es sind noch entsprechende Verhandlungen nötig. Werden sich die beiden Firmenbesitzer einig, erweitert Ölz an diesem Standort.

Die Industriebäckerei Ölz wird in Dornbirn den Betrieb erweitern. Voraussetzung ist ein Grundstücksankauf in Wallenmahd. Damit sind Diskussionen über eine Abwanderung beendet.

Laut Geschäftsführer Bernhard Ölz sei noch eine Umfahrung für die Firma Fussenegger abzuklären. Die Stadt sei in entsprechenden Verhandlungen mit der Grundstückseigentümerin. Ölz zeigte sich zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werde. Zeitangaben zur Betriebserweiterung könne er allerdings keine machen, so Ölz gegenüber Vorarlberg Heute. Er habe gelernt, dass dies im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen nicht möglich sei.

Gespräche über weitere Grundstücke

In Dornbirn-Wallenmahd handelt sich um eine erste, mittelfristige Lösung, erklärt Ölz. Der Standort in Wallenmahd sei für die gesamten Expansionspläne zu klein. Es wird also auch weiterhin nach anderen Erweiterungsflächen im Land gesucht werden. Ölz sagt, er bleibe mit der Gemeinde Weiler im Gespräch.

Grüne freuen sich über mögliche Alternative

Die Vorarlberger Grünen zeigen sich über die mögliche Betriebserweiterung in Dornbirn-Wallenmahd erfreut. „Es kommt Bewegung in die Raumplanungsdebatte“, sagt Grünen-Klubobmann Adi Gross. Damit scheine die Grünzone in Weiler vorerst gerettet. „Das ist für die Novellierung des Raumplanungsgesetzes sehr wichtig, weil die Erhaltung von Betriebsflächen für zukünftige Generationen eine besondere Herausforderung ist“, so Gross.

Vorgeschichte mit Protesten

Als im November Meisterbäcker Ölz bekannt gab, in Weiler ein neues Werk in der Landesgrünzone bauen zu wollen, begann eine landesweite Diskussion. Soll, kann und darf man die Landesgrünzone aufweichen? Auch in Weiler ging eine Riss durchs Dorf. Wir brauchen Arbeitsplätze sagten die einen, wir wollen nicht mehr Verkehr, sagten die anderen.

Eine Menschenkette am Drei Königstag war der Höhepunkt der Proteste. Viele wunderten sich auch, dass Dornbirn eines seiner Paradeunternehmen einfach so ziehen lässt. Nun zeichnet sich eine Wunschlösung ab, heißt es bei Ölz.