Bilanz am Arlberg fällt durchwachsen aus

Die Skigebiete sind recht turbulent in den Winter gestartet. Der Schnee ließ auf sich warten, was sich auf die Betriebstage und die Beschneiungskosten enorm ausgewirkt hat. Dennoch wurde eifrig investiert: Allein in Zürs wurden 45 Mio. verbaut.

Die meisten Hotels in Lech und Zürs sind bereits geschlossen. Trotzdem läuft in den beiden Skigebieten der Großteil der Bahnen noch. Die Trittkopfbahn wurde im Winter erstmals eingesetzt. Auch wenn die Sasion alles andere als optimal verlief, sei man dennoch zufrieden, sagt Willy Skardarasy von der Ski Zürs AG. Am ganzen Arlberg herrsche Aufbruchstimmung, es sei wieder Leben in die Ortschaften gekommen. Ob noch eine zusätzliche Erweiterung nötig sei, da ist sich Skardarasy nicht sicher. Vielfalt sei nötig, der Gast müsse das Gefühl haben, dass er überall wo er will fahren kann, so Skardarasy.

Lech-Zürs: Minus von sechs Prozent

Die Trittkopfbahn wurde solide finanziert, und so soll bis in drei Jahren die alte Madlochbahn erneuert werden. Insgesamt haben die neuen Bahnen in der ersten Saison zu neuen Gästeströmen geführt. Unterm Strich wird in Lech-Zürs heuer jedoch ein Minus von sechs Prozent stehen, wobei Zürs besser abschneidet, sagt Hermann Fercher von Lech-Zürs Tourismus. Die Investitionen hätten sich auf alle Fälle gerechnet, die Frequenz im Ort sei spürbar höher gewesen. Zürs stand laut Fercher neben Lech wieder vermehrt im Mittelpunkt, das habe man vor allem auch in der Bettenauslastung gesehen. Diese war laut Fercher im vergangenen Winter in Zürs deutlich höher als in Lech. Noch unklar ist derzeit, wie sich die Beschneiungskosten auswirken, so seien diese beispielsweise am Südhang in Lech um 40 Prozent gestiegen.

Die Skigebiete sind recht turbulent in den Winter gestartet. Der Schnee ließ auf sich warten, was sich auf die Betriebstage und die Beschneiungskosten enorm ausgewirkt hat.

Mehr Gäste in Stuben

Groß waren die Erwartungen auch im kleinsten Arlberg-Ort Stuben. Eine bessere Anbindung ans Skigebiet, eine neue Albona 2 Bahn, das hat neue Gäste gebracht, sagt Rudi Pichler von Stuben Tourismus. Pichler geht davon aus, dass Stuben neben Zürs am meisten von der neuen Bahn profitiert. Auch wenn Pichler durchaus bewusst ist, dass die Stammgäste darunter leiden. Jetzt hofft man auf eine Modernisierung der alten Albona-Bahn 1. Am Sonntag schließen sämtliche Bahnen am Arlberg, dann ist die Skisaison offiziell beendet.

Wechsel bei den Seilbahnen

Markus Comploj ist seit Donnerstag der neue Obmann der Vorarlberger Seilbahnen in der Wirtschaftskammer. Er löst Wolfgang Beck ab. Der Wechsel fällt in eine schwierige Zeit, so mussten die Seilbahnen in der Wintersaison Umsatzeinbußen hinnehmen - mehr dazu in: Wechsel: Comploj übernimmt Seilbahnen.