Bludenzer Feuerteufel schlagen erneut zu

Die Serie von Brandstiftungen in der Bludenzer Innenstadt hat sich auch am Sonntag fortgesetzt: Unbekannte zündeten bei einem Mehrparteienhaus einen Papiercontainer an, sechs Wohnungen mussten evakuiert werden. Die Polizei rät zur Vorsicht.

Laut Polizeiangaben zündeten die Unbekannten einen Altpapiercontainer vor dem Eingangsbereich eines Mehrparteienhauses in der Werdenbergerstraße an. Eine Bewohnerin entdeckte das Feuer und bekämpfte es mit einem Feuerlöscher. Die alarmierte Feuerwehr rückte mit fünf Fahrzeugen und 40 Personen an und löschte den Brand binnen kürzester Zeit.

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Neunte Tat der Feuerteufel

In Bludenz halten seit Wochen unbekannte Brandstifter die Einsatzkräfte in Atem. Der neunte Vorfall ereignete sich am Sonntag.

Sechs Wohnungen mussten wegen der starken Rauchentwicklung evakuiert werden. Sieben Personen wurden mit Verdacht auf leichte Rauchgasvergiftungen ins Landeskrankenhaus Bludenz gebracht, eine weitere Person erlitt eine Verletzung am Fuß.

Bereits neun Vorfälle

Die Polizei geht davon aus, dass der Vorfall im Zusammenhang mit weiteren Brandstiftungen steht, die sich seit dem 14. Februar in der Bludenzer Innenstadt ereignet haben. In insgesamt acht Fällen hatten unbekannte Täter Müllsäcke, Müll- oder Altpapiercontainer angezündet. Erst am Samstag brannte es beim Durchgang zwischen der Wichnerstraße und der Mühlgasse und in einem Mehrparteienhaus in der Kirchgasse.

Bilder vom Brand am Samstag

„Neue Qualität“

„Die Brandstiftungen bekommen eine andere Qualität wie bisher“, sagt Chefinspektor Oswald Wachter. Die beiden Vorfälle vom Wochenende haben sich bekanntlich in Mehrparteienhäusern abgespielt - davor waren die Täter bislang zurückgeschreckt. Oswald rät, die Haustüren versperrt zu halten und Abfall- bzw. Papiercontainer nach Möglichkeit nicht im Freien stehen zu lassen.

Derzeit werden die gesicherten Spuren ausgewertet. Die Polizei setzt jetzt auf spezielle Überwachungsmaßnahmen, so sollen etwa vermehrt Streifen im Einsatz sein. Zweckdienliche Hinweise werden an die Telefonnummer 059 113 8100 erbeten.