Nussbaumer will weniger Reglementierung

ZIMA-Holding-Inhaber Alexander Nussbaumer sieht ein überbordendes Regelwerk als ein wesentliches Hemmnis für leistbaren Wohnbau. Außerdem würden Spekulanten die Preise in die Höhe treiben, sagt er im ORF Radio Vorarlberg Samstagsinterview.

Man befinde sich seit Längerem im Austausch mit der Politik, um eine Vereinfachung des Regelwerks zu erreichen, so Nussbaumer im Radio Vorarlberg Samstagsinterview. Allein die Tatsache, dass es neun unterschiedliche Bauordnungen gebe, sei wenig zweckdienlich.

Das Samstagsinterview zum Nachhören:

Die entscheidende Frage müsse lauten: „Wie schaffen wir Industrialisierung im Wohnbau?“ Kostenvorteile habe man nämlich nur bei hohen Stückzahlen - und die grabe man sich bei neun verschiedenen Bauordnungen gegenseitig ab. Zudem sei die Vorarlberger Landesregierung in der Vergangenheit immer sehr ambitioniert in Sachen Energie und Ökologie gewesen. Inzwischen habe diesbezüglich aber ein gewisses Umdenken eingesetzt.

Kritik an Spekulanten

Neben den vielen Vorschriften sind es laut Nussbaumer aber auch private Spekulanten, die die Grundstückspreise in die Höhe treiben und damit leistbares Wohnen erschweren. Er würde sich von der Politik wünschen, dass sie diesbezüglich etwas unternimmt.

Eine Möglichkeit wäre laut Nussbaumer etwa, die Grundstückshortung steuerlich nicht attraktiv zu machen. Die Immo-Steuer, die ein Investor bezahlt, wenn er ein Grundstück kauft und nach fünf Jahren wieder verkauft, betrage lediglich 27,5 Prozent. Damit sei sie geringer als die Einkommenssteuer.

174 Mio. Jahresleistung

Die ZIMA-Holding AG mit Stammsitz in Dornbirn hat Standorte in Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz. Damit gehört sie zu den führenden privaten Immobilienentwicklern im deutschsprachigen Alpenraum. Zuletzt wurde eine Jahresgesamtleistung von 174 Millionen Euro erreicht, die Produkt-Pipeline hat die Milliardengrenze überschritten.