Brände richteten höheren Schaden an

Im vergangenen Jahr sind in Vorarlberg zwei Menschen bei Bränden ums Leben gekommen, 28 Menschen wurden verletzt. Voraussichtlich deutlich gestiegen ist die Schadenssumme: Von 11,4 Millionen Euro auf rund 16 Millionen.

Diese Zahlen präsentierte der scheidende Leiter der Brandverhütungsstelle, Kurt Giselbrecht, am Freitag beim Verbandstag der Vorarlberger Feuerwehren. Demnach stieg die Zahl der Gebäudebrände, bei denen ein Feuerwehreinsatz notwendig war, gegenüber dem Vorjahr von 332 geringfügig auf 341 an.

Bei den Brandschäden - für die allerdings noch kein endgültiges Datenmaterial vorliegt - kam es zu einer erheblichen Zunahme gegenüber dem Vorjahr mit 11,4 Millionen Euro auf etwa 16 Millionen Euro kommen. Hauptverantwortlich für die höhere Schadenssumme seien acht Großbrände in der Landwirtschaft mit insgesamt etwa zehn Millionen Euro.

Zwei Todesopfer im vergangenen Jahr

Die Zahl der Todesopfer stieg auf zwei an - nach einem Todesopfer im Jahr davor. Bei Schweißarbeiten in einer privaten Werkstätte in Feldkirch erlitt ein 82-jähriger Mann tödliche Verbrennungen, in Hohenweiler starb beim Brand eines Einfamilienhauses ein 65-jähriger Mann durch Rauchgasvergiftung.

Die meisten Brände entstehen tagsüber

Laut Giselbrecht entstehen etwa 63 Prozent aller Wohnhausbrände im Wohn- oder Schlafbereich, zehn Prozent in Kellerräumen und sechs Prozent in Garagen oder überdachten Stellplätzen. 73 Prozent der Gebäudebrände ereignen sich in der Zeit zwischen 6.00 Uhr morgens und 22.00 Uhr abends.

Bei den Zündquellen für die Brände in Gebäuden bleiben Wärmegeräte die Spitzenreiter, sie lösten 34 Prozent der Brände aus, gefolgt von elektrischer Energie mit 25 Prozent und offenem Licht und Feuer mit 15 Prozent. Diese drei Zündquellentypen sind demnach für beinahe drei Viertel der Feuerwehreinsätze verantwortlich. Giselbrecht geht Ende des Monats in Pension, Nachfolger bei der Brandverhütungsstelle ist Ralph Pezzey.

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