Ländle-Wild wandert in die Schweiz ab

Im benachbarten Graubünden (CH) gibt es seit 20 Jahren ein wie auch in Vorarlberg diskutiertes Wildfütterungsverbot. Nun hat eine aktuelle Studie Interessantes hervorgebracht: Wild aus Vorarlberg wandert trotz Fütterungsverbot im Herbst nach Graubünden ab.

Seit den Tuberkulose-Erkrankungen von Rindern wird in Vorarlberg immer wieder über ein Wildfütterungsverbot diskutiert. Schließlich sind laut Experten die Futterplätze jene Stellen, wo sich die Rinder leicht mit der Krankheit anstecken können.

Im benachbarten Graubünden gibt es ein solches Wildfütterungsverbot. Schon seit 20 Jahren wird dort im Winter kein Futter mehr ausgegeben und auch die letzten, privaten, Fütterungsstellen sollen jetzt beseitigt werden.

Montafoner Wild wandert nach Graubünden ab

Vorarlberger Wild wandert im Winter, beziehungsweise im Spätherbst aus dem Montafon in die Schweiz. Das ergibt laut Rolf Hanimann vom Schweizer Amt für Tiergesundheit eine aktuelle Studie. Und das obwohl in Vorarlberg gefüttert werde und in der Schweiz nicht. Als Winterquartiere dienen dem Wild die Südhänge des Prättigaus. Die Fütterung habe also keine Auswirkung auf die Migration des Wildes, so Hanimann.

Vorarlberger Wild wandert aus dem Montafon im Spätherbst in die Winterruhezonen des Kantons Graubünden ab. Obwohl es in der Schweiz keine Winter-Wildfütterung gibt.

Das Fütterungsverbot funktioniere aber nur, wenn es genügend Wildruhezonen gibt, sagt Georg Bros vom Amt für Jagd. Allein im Kanton Graubünden gibt es derzeit rund solcher 270 Wildruhezonen. Zum Teil seien das sehr großflächige Ruhezonen am richtigen Ort, so Bros. Es sei nämlich sehr wichtig, dass diese Ruhezonen nicht nur in Schattentälern eingerichtet werden, sondern auch auf Sonnenseiten.

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