Polizei-Appell: Bei Skiunfall Daten austauschen

Die Polizei ersucht alle Skifahrer, nach einem Pistenunfall die Daten aller Beteiligten auszutauschen. Selbst dann, wenn man sich unverletzt glaubt. Grund für diesen Appell ist ein aktueller Skiunfall in Lech.

Am Mittwochmittag endete ein Skitag für einen 50-jährigen Deutschen vorzeitig. Er war gemeinsam mit seiner Frau am Übungshang auf der Piste Richtung Hexenboden-Talstation unterwegs, wo die Übungshangpiste eine andere kreuzt. An dieser Pistenkreuzung kam ihm ein unbekannter Skifahrer entgegen, beide Männer wollte ausweichen - allerdings in dieselbe Richtung. Beide Männer kamen zu Sturz.

Tipp der Polizei:

„Tauschen Sie bei jeder Kollision auf jeden Fall Ihre Daten aus, auch wenn Sie vorerst der Meinung sind, nicht verletzt worden zu sein.“

Scheinbar unverletzt Fahrt fortgesetzt

Beide Skifahrer konnten wieder aufstehen und entschuldigten sich beim anderen. Auf den ersten Blick war niemand verletzt, die zwei Männer setzten ihre Fahrt fort. Der 50-jährige Deutsche fuhr noch bis zur Trittkopf-Talstation ab, als er immer stärker werdende Schmerzen im Brustbereich verspürte.

Er verständigte die Rettung und wurde ins Krankenhaus Feldkirch gebracht. Dort stellten die Ärzte Serienrippenbrüche, ein Schlüsselbeinbruch und eine Thorax-Verletzung fest.

Polizei sucht nach Zeugen und appelliert

Nun bittet die Polizei etwaige Zeugen sich zu melden. Der unbekannte Skifahrer ist etwa 50 Jahre alt, sprach hochdeutsch, trug einen roten Anorak und eine schwarze Hose, sowie Sonnenbrille und Skihelm. Er blieb beim Unfall vermutlich unverletzt.

Die Polizei rät auf jeden Fall: Notieren Sie sich nach jeder Kollision auf jeden Fall Name und Adresse des Beteiligten, nur für den Fall, das doch etwas passiert sein sollte.