Hypo Vorarlberg mit hervorragendem Ergebnis

Trotz eines schwierigen Geschäftsjahres 2015 konnte die Hypo Vorarlberg eines ihrer besten Ergebnisse überhaupt verzeichnen. 121,1 Mio. Euro konnte die Bank erwirtschaften - mehr als doppelt so viel wie noch 2014.

Laut Vorstandsdirektor Michael Grahammer entspricht das einem operativen Ergebnis von 103 Millionen Euro, das Plus beträgt hier rund 90 Prozent. Damit handle es sich um eines der erfolgreichsten Jahre der Unternehmensgeschichte überhaupt, so Grahammer auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.

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Hypo Vorarlberg Jahresbilanz

Im Beitrag sehen Sie: Michael Grahammer, Vorstandsvorsitzender Hypo Vorarlberg; Johannes Hefel, Vorstand Hypo Vorarlberg

Grund für die sehr positive Entwicklung sei im Wesentlichen der Rückgang der Risikovorsorge für die Hypo Alpe Adria-Abbaubank Heta. Dabei geht es um jene Rückstellungen, die als Sicherheit für den möglichen Ausfall von Krediten getätigt werden.

Plus bei Einlagen

Trotz des niedrigen Zinsniveaus gab es auch bei den Einlagen ein deutliches Plus, sagte Vorstand Johannes Hefel. Der Zuwachs bei den Einlagen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft betrug demnach 300 Mio. Euro bzw. sieben Prozent.

Hefel betonte, dass bei der Hypo Vorarlberg aufgrund von Zusammenlegungen kein einziger Mitarbeiter seine Stelle verloren habe. Es gebe auch für die nächsten drei Jahre keine Überlegungen in diese Richtung.

Gelassenheit über Gläubiger-Entscheidung

Mit einiger Gelassenheit sah Vorstandsdirektor Grahammer die Entscheidung der Heta-Gläubiger, den Schuldenschnitt von 75 Prozent nicht zu akzeptieren. Er bedaure aber, wenn wegen einer vergleichsweise geringen Summe ein österreichisches Bundesland in die Pleite schlittere.

Die Hypo Vorarlberg habe für diesen Fall alle Vorbereitungen getroffen und könnte die Herausforderungen bewältigen, so Grahammer. Auch wenn dies nicht wünschenswert sei: „Ich glaube, Österreich wäre gut beraten, eine Einigung zu finden, weil es vermutlich nicht klug ist, in einer Zeit, in der wir schon mit vielen großen Themen konfrontiert sind, sich da noch einmal ein weiteres großes Thema aufzutun.“

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