Dammsanierungen am Rhein in der Endphase

Die Sanierungsarbeiten am Rheindamm befinden sich nach Angaben des Landes in der Endphase und sollen bis Ende März abgeschlossen sein. Auf Vorarlberger Seite hätte man bei einer Untersuchung zehn gefährdete Dammabschnitte gefunden.

Die Untersuchung der Rheindämme entlang der rund 26 Kilometer langen Flussstrecke von der Illmündung bis zum Bodensee hat auf Vorarlberger Seite insgesamt zehn gefährdete Dammabschnitte ausgewiesen. Die daraus ermittelten Sofortmaßnahmen erstrecken sich über eine Länge von zusammen rund 5,1 Kilometer.

Rund vier Millionen Euro Gesamtkosten

Sechs der zehn Maßnahmen sind bereits umgesetzt, vier befinden sich noch in Ausarbeitung. Neben dem Einbau von Dichtwänden erfolgt an einigen Abschnitten eine Auflastschüttung mit Interventionspiste. Abgeschlossen sind die Arbeiten in Meiningen, Mäder und im Abschnitt Höchst-Fußach-Hard. Aktuell werden die letzten vier Sofortmaßnahmen in Koblach und Lustenau realisiert. Auf Schweizer Seite werden fünf Maßnahmen umgesetzt. Auch sie sollen Ende März 2016 abgeschlossen sein.

Mit dem Abschluss der Sofortmaßnahmen sollen die Dämme wieder für ein 100-jährliches Hochwasser gerüstet sein und 3.100 Kubikmeter/Sekunde Wasser sollen schadlos abgeleitet werden können. Bei den Sicherungsmaßnahmen ist laut Schwärzler darauf geachtet worden, dass die Gefahrenstellen nach ihrer Dringlichkeit abgearbeitet werden. Das Land rechnet für die Abschnitte in Vorarlberg mit Gesamtkosten von rund vier Millionen Euro.

Zum Hochwasserschutzprojekt Rhesi

Das Projekt Rhesi hat die Verbesserung des Hochwasserschutzes am unteren Alpenrhein zum Ziel. Die Abflusskapazität des Alpenrheins soll über die gesamte Länge der Internationalen Strecke auf mindestens 4300 Kubikmeter/Sekunde erhöht und auf den Oberlauf abgestimmt werden. Das Projektgebiet erstreckt sich entlang des Rheins von km 65.00 (Illmündung) bis km 91.00 (Mündung in den Bodensee).

Für die Erreichung dieses Ziels sind bauliche Maßnahmen notwendig. Diese müssen die gesetzlichen Vorgaben in Österreich und der Schweiz einhalten. Unter anderem umfasst dies die Verbesserung der ökologischen Situation, die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und den sparsamen Umgang mit den Ressourcen.

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