Mölzer-Sager für Egger „völlig inakzeptabel“

Nach anfänglichem Zögern hat FPÖ-Chef Dieter Egger zu den umstrittenen Aussagen von EU-Parteikollege Andreas Mölzer nun Stellung bezogen: Der Vergleich mit dem Dritten Reich sei inakzeptabel, diese Haltung habe er auch in Wien deponiert.

Weiterhin Aufregung herrscht in Österreich um die Sager von FPÖ-Europa-Mandatar Mölzer. Er hat die EU als „Negerkonglomerat“ bezeichnet und die Union mit dem Dritten Reich verglichen.

Im Video zu sehen: Michael Ritsch (SPÖ-Klubobmann), Johannes Rauch (Grünen-Klubobmann), Markus Wallner (Landeshauptmann, ÖVP), Dieter Egger (FPÖ-Klubobmann); Beitrag von Stefan Krobath, Gernot Hämmerle, Götz Wagner, Alexander Rauch

Wallner: „Ungeheuerliche Entgleisung“

Anstand sei keine Kategorie in der FPÖ, heißt es von der Vorarlberger SPÖ - Mölzer müsse gehen. Er bewege sich mit seinem Vergleich mit dem Dritten Reich am Rande der Wiederbetätigung, sagt Grünen-Chef Johannes Rauch und fordert ebenfalls einen Rücktritt. Landeshauptmann Wallner (ÖVP) spricht von ungeheuerlichen Entgleisungen - in jedem anderen EU-Land wäre so ein Politiker schon längst zurückgetreten, so Wallner.

Egger: Können nicht zu Tagesordnung übergehen

Für FPÖ-Chef Dieter Egger war die Angelegenheit bis Mittwochvormittag durch die Entschuldigung von Mölzer noch erledigt. Erst nach dem Druck der Parteikollegen aus dem Land sieht er die Sager nun kritischer. Der Vergleich mit dem Dritten Reich sei völlig inakzeptabel, diese Haltung habe er in Wien inzwischen klar deponiert, so Egger gegenüber dem ORF Vorarlberg. Zu einem Rücktritt Mölzers wolle Egger nichts sagen, das sei eine parteiinterne Angelegenheit. Aber man könne jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen.

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