AK kritisiert Höhe der Überziehungszinsen
Die Überziehungszinsen liegen aktuell zwischen acht und 12 Prozent, teilweise plus Überziehungsprovisionen von bis zu 15 Prozent. Das liege daran, dass das Geld ohne ausdrückliche Vereinbarung zur Verfügung gestellt werde, sagt Bankensprecher Wilfried Hopfner. Die Bank habe einen Aufwand in der Geldbeschaffung.
Für Paul Rusching von der Abteilung Konsumentenschutz der Vorarlberger Arbeiterkammer sind die hohen Überziehungszinsen nicht zu rechtfertigen. Der Aufwand für die Banken liege praktisch bei null. Rusching fordert die Banken zudem auf, die Habenzinsen anzuheben. Derzeit liege der Zinssatz bei 0,065 bis 2,1 Prozent, so Rusching. Das sei angesichts der aktuellen Finanzlage nicht zu rechtfertigen.
Hopfer: Kontoführungsgebühren unterdurchschnittlich
Für die Kontoführung verlangen Vorarlbergs Banken zwischen 10 und 20 Euro pro Quartal. Im internationalen Vergleich seien diese Bankgebühren unterdurchschnittlich, sagt Bankensprecher Hopfner. Früher seien diese Beträge in den Zinsen inkludiert gewesen, mittlerweile seien sie extra ausgewiesen, das diene der Transparenz.
Publiziert am 31.10.2012

