FPÖ will Verkehrsschilderwald ausdünnen
In Österreich gibt es mehr als zwei Millionen Verkehrsschilder - viel zu viele, finden die Vorarlberger Freiheitlichen und wollen den Verkehrsschilderwald eindämmen. Laut einer Eurotest-Umfrage der europäischen Automobilklubs empfinden zahlreiche heimische Autofahrer viele Tafeln falsch plaziert. Rund 20 Prozent der Autofahrer seien durch irritierende Verkehrsschilder schon einmal in gefährliche Situationen geraten.
„Viele Verkehrsteilnehmer sind überfordert“
Laut Landtagsvizepräsident und FPÖ-Verkehrssprecher Ernst Hagen ist der Schilderwald kontraproduktiv. Viele Verkehrsteilnehmer seien überfordert. Hagen verweist auf die Forschung, die beweise, dass der durchschnittliche Verkehrsteilnehmer nicht alle Informationen im Straßenverkehr wahrnehmen und verarbeiten könne. Ein Überangebot von Informationen führe bei den Autofahrern zu Stress und Überforderung. Hagen fordert daher, in Vorarlberg verschiedene Projekte, wie sie bereits in anderen Bundesländern ausprobiert wurden, einzuführen. So wurden im Burgenland eine Woche lang verschiedene Verkehrsschilder verhüllt. Anschließend habe man von 786 Schildern 157 Schilder abbauen können.
Mehr „Shared Spaces“
Außerdem setzt sich die FPÖ für mehr „Shared Spaces“ ein. In Dornbirn gibt es bereits zwischen Bahnhofs- und Moosmahdstraße eine Begegnungszone. Dort begegnen sich alle Verkehrsteilnehmer wie Autofahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger auf einer Ebene. Dabei gelte das Gebot der Rücksicht, so Hagen. Trotz anfänglichen Protestes käme das Modell gut an. Warum also nicht in ganz Vorarlberg ausweiten?, fragen sich die Freiheitlichen, und brachten am Dienstag einen Antrag dazu ein.
Publiziert am 31.10.2012

