Neue Strategien für Langzeitarbeitslose gefragt

In Vorarlberg gibt es derzeit sieben Arbeitsprojekte: Ihr Ziel ist es, Langzeitarbeitslose auf einen Wiedereintritt in das Arbeitsleben vorzubereiten. Dafür werden niederqualifizierte Tätigkeiten benötigt. Die werden jedoch immer öfter ausgelagert.

Möglichst einfach, ohne Computer und komplizierte Automaten, so sollte die Arbeit für ein Arbeitsprojekt sein. Bis zu 40 berufliche Langzeitarbeitslose bereiten sich beim Arbeitsprojekt ABO in Ludesch auf einen beruflichen Wiedereinstieg vor. Da bleibt keine Zeit zum Einlernen anspruchsvollerer Tätigkeiten. Hier soll sie oder an an Tagesstruktur und die Abläufe in einem Betrieb gewöhnt werden.

ABO Ludesch ist seit 10 Jahren in einem ehemaligen Baumarkt untergebracht. Der Geschäftsführer konnte bis vor kurzem von Unternehmen aus der näheren Umgebung Serienarbeiten lukrieren, doch in letzter Zeit verlaufen die Verhandlungen öfters zäh, weil mit den internationalen Preisen nicht mehr mitgehalten werden kann.

Neue Wege müssen gefunden werden

Das Arbeitsprojekt bekommt vom AMS für die Mitarbeiter Fördergelder als Ausgleich dafür, dass sie wegen bestimmter Einschränkungen nicht dieselbe Leistung erbringen wie normale Arbeitskräfte. Um den Wettbewerb nicht zu verzerren, darf das Arbeitsprojekt seine Leistungen aber nicht unter dem Marktwert anbieten. Deshalb sind neue Wege gefragt - etwa neue Produkte zu entwickeln, die dann auf dem Markt angeboten werden können.

Ein Beispiel: Für einen neuen Bewegungspark in Rankweil hat ABO Ludesch mit viel Handarbeit einen Holzpavillon im Stil der Tanzhäuser vor 100 Jahren gebaut. Ein Projekt für Fortgeschrittene. Für die Grundauslastung an händischer Arbeit winkt ein Großauftrag für die Abfüllung eines natürlichen Scheuermittels, das wegen seiner Konsistenz nicht maschinell in die Dosen gepresst werden kann.