Kollektivvertrag: Metaller haben sich geeinigt

Nach 17-stündigen Kollektivvertrags-Verhandlungen haben sich Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Metallindustrie am Freitag geeinigt. Die Reaktionen der Vertreter der Sozialpartner fallen unterschiedlich aus.

Die 120.000 Beschäftigen der Maschinen- und Metallwarenindustrie erhalten ab 1. November um bis zu 3,4 Prozent mehr Lohn. Der Mindestlohn steigt auf 1.636 Euro brutto. Der Ist-Lohn erhöht sich bei unteren Einkommensbeziehern um 3,3 Prozent, besser bezahlte Mitarbeiter erhalten 3,0 Prozent mehr.

Vertreter der Sozialpartner in Vorarlberg sind sich nicht ganz einig, ob sie sich über diesen Abschluss jetzt freuen sollen oder nicht - auch innerhalb des Lagers der Gewerkschafter fallen die Reaktionen durchaus unterschiedlich aus.

Gewerkschaft für Privatangestellte zufrieden

Bernhard Heinzle von der Gewerkschaft für Privatangestellte ist soweit zufrieden, obwohl die Gewerkschaft eine Lohnsteigerung von fünf Prozent gefordert hatte.

ÖGB kritisiert Lohn der Geringverdiener

Dem ÖGB-Landesvorsitzenden Norbert Loacker liegt hingegen die Tatsache im Magen, dass das Lohnplus für Geringverdiener nicht deutlicher ausgefallen ist. Es sei leider nicht gelungen, die untersten Einkommensbezieher stärker anzuheben. Loacker zeigte sich enttäuscht darüber, dass man für die untersten und mittleren Einkommensbezieher ein Sparprogramm gefahren habe.

ÖGB fordert Lohnsteuersenkung

Außerdem fordert Loacker die Regierung auf, die Lohnsteuer zu senken, denn von einer Lohnerhöhung von 54 Euro brutto blieben netto nur 30 Euro über. Alles in allem ist Loacker nicht wirklich zufrieden, die Arbeitgeber seien äußerst kleinlich gewesen. Die Gewerkschaft habe dem Abschluss dennoch zugestimmt, da die wirtschaftliche Situation nicht mehr hergegeben habe. Das heiß umkämpfte Thema Arbeitszeit wurde aus den Kollektivvertragsverhandlungen übrigens herausgenommen, damit soll sich nun eine Expertengruppe beschäftigen.

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