Konsequenzen für vermeintlichen Amokläufer

Jener Mann, der das Schulzentrum Oberau bewaffnet betreten und einen Polizei-Großeinsatz ausgelöst hat, muss Konsequenzen für sein Handeln hinnehmen: Dem Schützenvereinsmitglied wird der Vereinslokal-Schlüssel entzogen.

Das Mitglied der Schützengesellschaft Gisingen-Nofels-Tosters hatte am Mittwoch sein Gewehr im Vereinsraum, der im Keller des Schulzentrums Oberau in Feldkirch untergebracht ist, verstauen wollen.

Im Video zu sehen: Wolfgang Bobleter (Obmann Schützenverein Gisingen); Beitrag von Franz-Michel Hinteregger, Manfred Abel, Ingo Hammerer

Weil eine Passantin beobachtete, wie der Mann mit der Waffe die Schule betrat, verständigte sie die Polizei. Diese rückte sofort mit allen verfügbaren Kräften aus und alarmierte das Einsatzkommando Cora. Kurze Zeit später klärte sich das Missverständnis auf - mehr dazu in Falscher Amokalarm in Schulzentrum.

„Nehmen Vorfall nicht auf leichte Schulter“

Nun muss der Sportschütze seinen Schlüssel für die Vereinsräume abgeben, erklärt Vereinsobmann Wolfgang Bobleter. Eigentlich dürften Vereinsmitglieder nur am Abend in die Vereinsräume. Die Außenwirkung des Vorfalles sei katastrophal. Nun wolle man ein erstes Zeichen setzen - auch gegenüber der Bevölkerung. Man nehme den Vorfall nicht auf die leichte Schulter und wolle ähnliche Vorkommnisse mit aller Konsequenz vermeiden.

Geschossen wird nur mit Platzpatronen

Seit über 20 Jahren trifft sich der Schützenverein im Keller der Schule - seit dem Umbau des Schulzentrum Oberau gibt es aber keinen separaten Eingang mehr. Übrigens schießt dieser Verein nur zu Präsentationszwecken - das heißt: Die Gewehre werden nur mit Platzpatronen geladen.