Versuchter Mord: 17-Jähriger angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat jenen 17-Jährigen wegen versuchten Mordes angeklagt, der im März in Bludesch mehrfach auf seine Ex-Freundin mit dem Küchenmesser eingestochen habe soll. Eine Mordabsicht bestreitet er aber.

Anfang März musste die Polizei in Bludesch bei einem äußerst brutalen Beziehungsstreit eingreifen. Weil eine 18-Jährige sich knapp zuvor erneut von ihrem 17-jährigen Freund getrennt hatte, rastete dieser aus und ging beim Wohnhaus der jungen Frau mit einem Küchenmesser auf diese los. Mehrfach soll der dann auf den Oberkörper und den Bauch seiner Ex-Freundin eingestochen haben. Die Frau hatte großes Glück: Sie wurde trotz der Stiche nicht lebensbedrohlich verletzt. Jetzt wurde Anklage erhoben.

Anklage wegen versuchten Mordes

Die Anklage gegen den 17-Jährigen lautet auf versuchten Mord, das gibt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch Heinz Rusch bekannt. Verhandelt wird der Fall Ende Oktober vor dem Schwurgericht in Feldkirch. Der 17-Jährige bestätigt zwar, zugestochen zu haben, er wisse aber nicht mehr wie oft und wohin, sein Gehirn habe ausgesetzt. Die Mordabsicht bestreitet er nach Angaben von Gerichtpressepsrecher Reinhard Flatz. Der Prozess wird den ganzen Tag anberaumt. Schließlich wurden zwei Gutachten erstellt. Gerichtsmediziner Walter Rabl ist geladen, ebenso Gerichtspsychiater Reinhard Haller. Weiters hat die Staatsanwaltschaft 6 Zeugen beantragt.

Weil es sich um einen jugendlichen Angeklagten handelt, verringert sich auch der Strafrahmen: die Höchstrafe liegt bei 15 Jahren Haft.