Volkshilfe: Armut in Vorarlberg steigt

Immer mehr Familien in Vorarlberg können sich ihren Lebensunterhalt nicht mehr leisten. Das hat die Volkshilfe Vorarlberg bei der diesjährigen Schulstartaktion festgestellt. Die Soforthilfen für bedürftige Familien sprengen inzwischen das Budget der Spendenorganisation.

Das hat die Volkshilfe Vorarlberg bei der diesjährigen Schulstartaktion festgestellt. Diese Aktion wurde 2008 ins Leben gerufen - damals nahmen 112 Schüler die Finanzspritze für den Schulbeginn in Anspruch. Heuer wurden 532 Schüler von der Volkshilfe unterstützt und mit Soforthilfen für bedürftige Familien sprengen die Ausgaben der Spendenorganisation inzwischen sogar das Budget.

27.000 Euro für bedürftige Familien

Über 27.000 Euro hat der ehrenamtliche Verein Volkshilfe Vorarlberg heuer schon an bedürftige Familien ausbezahlt. Das ist mehr als die Haussammlung in die Kassa gespült hat, so die Landesvorsitzende Annegret Senn. Deshalb werde man erstmals die öffentliche Hand um Unterstützung bitten müssen.

Immer mehr Familien brauchen Unterstützung

Auf diese Unterstützung seien immer mehr Vorarlberger Familien angewiesen, stellt Senn fest. Die Volkshilfe hat nämlich bei der Schulstartaktion die Antragssteller zu deren Lebens- und Einkommensituation befragt. Dabei zeigte sich, dass gerade einkommensschwache Familien über 60 Prozent ihres Haushaltsbudgets für Wohnen, Energie und Lebensmittel ausgeben müssen. Oft bleiben den Familien weniger als 100 Euro im Monat zur freien Verfügung, so das Ergebnis.

Die Volkshilfe fordert dringend eine Anhebung der Mindestsicherung, des Arbeitslosengeldes und der Familienbeihilfe.

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