SPÖ Bregenz wäre bei Sonntagsfrage Gewinner
In rund zweieinhalb Jahren finden die nächsten Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen in Vorarlberg statt. Zur Halbzeit hat die Bregenzer SPÖ eine Umfrage in Bregenz durchgeführt. Nicht, um Wahlkampfmunition zu sammeln, wie SPÖ-Chef Michael Ritsch erklärt. Sondern, um zu erfahren, welche Themen die Bregenzer Bevölkerung bewegen.
Dafür wurden 400 Personen aus allen Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten telefonisch interviewt.
56 Prozent zufrieden mit Seestadt-Plänen
Inhaltlich deckten die Fragen ein weites Feld ab. So wurde etwa gefragt, wie zufrieden die Bürger mit den Plänen für die Seestadt sind. Mehr als die Hälfte - nämlich 56 Prozent - zeigten sich damit sehr zufrieden oder zufrieden.
Auch der verschwundene Eislaufplatz war Thema der Umfrage. Ergebnis: 72 Prozent aller Befragten haben sich über das Auflassen des Platzes geärgert.
Des weiteren sind gar 95 Prozent der Meinung, in Bregenz werde das Verkehrsproblem immer schlimmer.
Kein gutes „Zeugnis“ für Linhart
Daneben bildete auch die Stadtpolitik einen Fragenkomplex: Laut Michael Ritsch sind nur noch 31 Prozent der Bevölkerung der Ansicht, die Mehrheit der ÖVP bringe die Stadt weiter. 67 Prozent sagen, Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP) habe sich von den tatsächlichen Problemen der Stadt zu weit entfernt.

SPÖ Bregenz
88 Prozent geben überdies an, sich mehr leistbare Wohnungen in der Landeshauprtstadt zu wünschen.
Im Juli gestellte Sonntagsfrage: ÖVP verliert
Ebenso genutzt wurde die SPÖ-Umfrage, um die berühmte Sonntagsfrage zu stellen. Wären am Sonntag in Bregenz Wahlen, würde sich die SPÖ demnach als Sieger und die ÖVP als Verlierer erweisen. Die Volkspartei würde von 48,8 auf 42,3 Prozent abrutschen.
Die Sozialdemokraten könnten fünf Prozentpunkte dazugewinnen und erreichten 31,5 Prozent. Grüne und FPÖ würden beide um jeweils einen Prozentpunkt zu legen.

SPÖ Bregenz
„Bregenz denkt“ und die Piraten würden den Einzug in die Stadtvertretung nicht schaffen.
Gestellt wurde die Sonntagsfrage im Juli - also noch vor dem öffentlichen Wirbel rund um SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann, seine Inserate und den Untersuchungsausschuss.
Publiziert am 16.10.2012

