Schweizer Markt beschert Inhaus Wachstum

Der Schweizer Markt sorgt beim Hohenemser Heizungs- und Sanitär-Großhändler für ein beinahe zweistelliges Wachstum. Das berichtet die Wirtschaftspresseagentur.com. Für das Geschäftsjahr 2012 wird ein Umsatzplus von rund neun Prozent erwartet.

Das Geschäft sei in den ersten drei Quartalen 2012 bislang „sehr zufriedenstellend“ verlaufen und das bisherige organische Wachstum bewege sich in dieser Größenordnung, so Geschäftsführer Robert Küng gegenüber der Wirtschaftspresseagentur.com. Auch für die restlichen drei Monate gehe man von einer ähnlichen Entwicklung aus. Im Vorjahr erzielte Inhaus einen Umsatz von 67 Millionen Euro, für heuer werden dementsprechend etwa 73 Millionen Euro Geschäftsvolumen erwartet.

Ausstellungs-Standorte in der Schweiz

Das Wachstum werde insbesondere vom Schweizer Markt angetrieben, wo Inhaus deshalb auch weiter in den Aufbau des Vertriebspersonals investiere. Bei den Eidgenossen betreibt Inhaus (Ausstellungs-)Standorte in Heerbrugg, St. Gallen, Zürich und Schindellegi. Eine positive Entwicklung verzeichne auch der Absatzmarkt Vorarlberg, wobei sich das Wachstum hier nicht in dieser Größenordnung wie in der Schweiz abspiele. „Vorarlberg ist eher auf höherem Niveau stagnierend“, so Küng.

Vom Volumen her massiv gestiegen sei der Badbereich und zwar sowohl im Neubau als auch bei Sanierungen. „Es gibt einen klaren Trend hin zu individuellen Bädern.“ Diese Entwicklung halte seit der Wirtschaftskrise 2008 an, als die Kunden begonnen hätten, vermehrt in Immobilien und Sachwerte zu investieren. Inhaus erzielt ungefähr jeweils ein Drittel des Umsatzes mit Bädern, Energietechnik und Installationssystemen.

Großer Preisdruck im Sanitärbereich

Die zu erwartende Ertragssituation für 2012 bezeichnete Küng als gut. „Wir sind in Summe zufrieden, aber der Preisdruck ist sehr groß, denn im Großhandel für den Sanitärbereich ist der Preiskampf äußerst hart.“ Die Mitbewerber von Inhaus seien durchwegs Milliardenkonzerne mit der zehnfachen Unternehmensgröße. Dennoch verfüge Inhaus in Vorarlberg in den Bereichen Sanitär und Energie über einen geschätzten Marktanteil von zwei Dritteln.

Photovoltaikanlage für Strombedarf neuer Bäderparks

Den Trend hin zu immer noch individuelleren Bädern wolle Inhaus jetzt auch mit der Erweiterung des Bäderparks in Hohenems unterstützen. Der bisherige Bäderpark wird bis Anfang 2013 um rund drei Millionen Euro erweitert, fünf neue Arbeitsplätze entstehen allein dort. Dazu kommen noch einmal zwanzig neue Mitarbeiter im gesamten Unternehmen. Dabei verfolge man bei Inhaus ein besonderes Ziel: So soll der neue und erweiterte Bäderpark in Hohenems insgesamt weniger Energie verbrauchen als das alte Gebäude. Dabei setze man insbesondere auf modernste Beleuchtungen, Kälte- und Lüftungssysteme sowie Haustechnik und Beschattungsanlagen.

Nach der Fertigstellung des Bäderparks soll ab 2013/14 eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stammsitzes in Hohenems mit einer Leistung von 300 kWp (Kilowatt Peak) soviel Strom erzeugen, dass der Energiebedarf des erweiterten Bäderparks mehr oder weniger vollständig gedeckt wird. „Wir von Inhaus haben eine Vorbildfunktion, wobei wir keine blauäugigen Ökofreaks sind“, sagte Küng. Denn diese Investition amortisiere sich gerechnet auf der Basis von Einstandspreisen ohne öffentliche Förderungen innerhalb von zehn Jahren. Die Photovoltaikanlage koste etwa eine halbe Million Euro.

Über 30 Teilzeitmodelle

Inhaus beschäftigt nach der erwähnten Aufstockung insgesamt 240 Mitarbeiter, gerechnet auf Vollzeitbasis seien es 208 Beschäftigte. Das Unternehmen biete über 30 Teilzeitmodelle an, um insbesondere die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen.

Inhaus befindet sich zu jeweils einem Drittel im Besitz der Gebrüder Ulmer Holding GmbH, der Josef Pircher Beteiligungs GmbH und der SFS Handelsholding AG. Als Großhändler verkauft Inhaus seine Produkte ausschließlich an andere Firmen wie Installateure. Privatkunden haben die Möglichkeit, die Produkte und Anlagen vorab in den Bäderparks auszuwählen.