Ritsch erhielt mehr Zuspruch als Faymann
Landespartei-Vorsitzender Michael Ritsch bekam als stellvertretender Bundespartei-Vorsitzender am Samstag in St.Pölten deutlich mehr Stimmen als Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Faymann wurde von den Delegierten mit 83,4 Prozent der Stimmen zum Partei-Vorsitzenden gewählt, Ritsch mit 99 Prozent zu seinem Stellvertreter. Faymann musste das schlechteste Ergebnis aller bisherigen Bundespartei-Vorsitzenden hinnehmen.
Abstimmung spiegelt Kritik an Faymann wider
Ritsch sagt im ORF-Interview, es freue ihn, dass die Delegierten ihn mit 99 Prozent wieder zum stellvertretenden Bundesparteivorsitzenden gewählt haben. Das sei ein starkes Votum. Zum anderen sei auch das Ergebnis für Werner Faymann ein deutliches Signal. Viele der Delegierten seien - wegen der Geschichte im Untersuchungsausschuss - sehr unzufrieden. Mit diesem Votum hätten sie Faymann gezeigt, dass sein Verhalten nicht richtig gewesen sei.
Ritsch verweist auf Grüne
Auf die Frage, ob dieses Abstimmungsergebnis eine gute Voraussetzung für die Nationalratswahl 2013 sei und ob es die Geschlossenheit wiedergebe, die sich die Partei wünsche, meint Ritsch wörtlich: „Ein van der Bellen ist immer mit 80-90 Prozent der Stimmen gewählt worden, da war das ganz normal, bei der Sozialdemokratie ist man es halt nicht gewöhnt.“
Link:
- Schlechtes Wahlergebnis(news.orf.at, 14.10.2012)
Publiziert am 14.10.2012

