Erneut Personalwechsel an Tridonic-Spitze
Bei dem zum börsennotierten Lichtkonzern Zumtobel gehörenden Komponentenhersteller Tridonic GmbH & Co KG in Dornbirn ist nun auch der dritte langjährige Geschäftsführer ausgeschieden. Nach Informationen, die der Wirtschaftspresseagentur.com vorliegen, ist der für Finanzen zuständige Tridonic-Geschäftsführer Werner Blum nicht mehr für das Unternehmen tätig. Blum war seit den 1990er-Jahren bei Tridonic im Finanzbereich tätig, seit 2007 auch als Geschäftsführer (CFO).
Komplette Geschäftsführung verließ Unternehmen
Bereits im Jänner 2012 wurde bekannt, dass der damalige langjährige Tridonic-CEO Walter Ziegler (seit 1997) und COO Rüdiger Kofahl (seit 2007) das Unternehmen aufgrund notwendiger strategischer Weichenstellungen wegen des Technologiewandels in Richtung LED verlassen haben. Damals wurde mitgeteilt, dass Zumtobel-CEO Harald Sommerer diese Funktionen interimsmäßig übernehmen werde und der bisherige CFO Werner Blum an Bord bleibe. Sommerer werde „eng mit Blum zusammenarbeiten“, hieß es.
Mit dem nunmehrigen Ausscheiden von Werner Blum ist jetzt aber die komplette frühere Geschäftsführung von Tridonic nicht mehr für das Unternehmen tätig. Zum neuen CEO von Tridonic wurde mittlerweile bekanntlich Alfred Felder (49) ernannt, der sein Amt am 1. November 2012 antreten wird.
Nachfolger kommt aus der Zumtobel-Gruppe

wpa
Werner Blum hat laut Zumtobel-Pressesprecherin Astrid Kühn-Ulrich das Unternehmen auf eigenen Wunsch hin verlassen.
Zumtobel-Pressesprecherin Astrid Kühn-Ulrich bestätigte auf Anfrage das Ausscheiden von Werner Blum. Er habe das Unternehmen auf eigenen Wunsch hin verlassen. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit habe ihm der Zumtobel-Vorstand seinen Dank ausgesprochen. Zum Nachfolger als CFO bei Tridonic sei mittlerweile Christoph Komatz ernannt worden. Er sei bisher im Konzern-Controlling von Zumtobel tätig gewesen.
„Sorgenkind“ der Zumtobel-Gruppe
Der Komponentenhersteller Tridonic gilt laut Wirtschaftspresseagentur.com seit einiger Zeit als das „Sorgenkind“ der Zumtobel-Gruppe. onjunkturbedingte Unterauslastung und der Preisdruck belasteten zuletzt die Ergebnisse. Anfang des Jahres wurde auch bekannt, dass Tridonic die Personalkapazitäten in Dornbirn zurückgefahren hat. Tridonic erzielte im Geschäftsjahr 2010/11 einen Umsatz von rund 437 Millionen Euro und beschäftigt über 2.000 Mitarbeiter.
Publiziert am 11.10.2012

