Dopinghandel: 21-Jähriger verurteilt
Der 21-jährige Angeklagte aus Wolfurt soll eineinhalb Jahre lang Anabolika an Sportler aus dem Großraum Bregenz verkauft haben. Nach dem ersten Prozesstermin vor zwei Wochen hatte sich der Angeklagte für nicht schuldig bekannt. Er habe zwar ein paar Mal Anabolika an Bekannte weitergegeben, nicht aber damit gehandelt oder gar Gewinn gemacht.
Weiterer Zeuge belastet Angeklagten
Jener Zeuge, der beim ersten Prozesstermin nicht erschienen war, konnte nun befragt werden. Der Mann gab an, 200 Thaipillen und eine Ampulle Testosteron gekauft zu haben. Er ist somit der dritte Zeuge, der den 21-Jährigen belastet. Lediglich ein Zeuge hatte für den Angeklagten ausgesagt und der Polizei vorgeworfen, seine Aussage manipuliert zu haben. Er muss sich jetzt selbst auf ein Verfahren wegen Falschaussage gefasst machen.
Die genaue Menge, die der 21-jährige Angeklagte verkauft hat, ist unklar. Verurteilt wurde der Angeklagte jetzt aber für den Verkauf von über 1.000 Stück Anabolikapillen und 110 Ampullen Testosteron. Allein die Wirkstoffmenge der vielen Tabletten überschreitet den gesetzlichen Grenzwert um das 34-fache, so Richter Wilfried Marte in der Urteilsbegründung.
Mildernd wirkten sich das junge Alter des Angeklagten, seine bisherige Unbescholtenheit und sein Teilgeständnis aus. Erschwerend waren die Menge und ein zusätzlicher Drogenmissbrauch.
Link:
- Erster Dopinghandelprozess vertagt (vorarlberg.ORF.at, 25.9.2012)
Publiziert am 09.10.2012

