Titus Kosgei gewinnt Marathon der drei Länder

Der Kenianer Titus Kosgei hat am Sonntag den sechsten Marathon der drei Länder gewonnen. Bei den Damen sorgte Ednah Kimaiyo aus Kenia für einen neuen Streckenrekord. Über 7.000 Läufer nahmen trotz schlechten Wetters teil.

Der „Marathon der drei Länder am Bodensee“ gilt als zweitgrößte Lauf-Veranstaltung Österreichs. Der Streckenrekord vom letztem Jahr mit zwei Stunden elf Minuten und 18 Sekunden gehalten vom Kenianer Marko Kipchumba wurde heuer verfehlt. Kosgei brauchte für die 42 Kilometer lange Strecke zwei Stunden, 14 Minuten und 25 Sekunden, dennoch eine Spitzenzeit.

Titus Kosgei

Elred Faisst

Der Kenianer Titus Kosgei kam als Erster ins Ziel.

Die weiteren Spitzenplätze teilen sich ebenfalls kenianische Sportler: Robert Kipkoech kam als zweiter ins Ziel, gefolgt von seinem Landsmann Joel Maina Mwangi. Bester Vorarlberger wurde Andreas Gehrer auf Platz fünf.

Video: „Sport bild“-Beitrag von ORF-Redakteur Thomas König. Er sprach mit den Gewinnern, mit den Teilnehmern und mit den Veranstaltern.

Neuer Streckenrekord bei den Damen

Wie erwartet kam es zu einem neuen Streckenrekord bei den Damen. Die 24-jährige Kenianerin Ednah Kimaiyo holte sich den Sieg mit der Spitzenzeit von zwei Stunden, 35 Minuten und 27 Sekunden. Ihre Landsmännin Lucy Wambui Murgi kam fünf Minuten nach ihr ins Ziel. Den Landesmeisterintitel holte sich Petra Summer aus Sulz als Sechste.

Ednah Kimaiyo

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Ednah Kimaiyo stellte neuen Streckenrekord der Damen auf.

Lucy Wambui Murgi

Elred Faisst

Die zweite Lucy Wambui Murgi.

Dornbirnerin Reiner gewann Halbmarathon

Die Dornbirnerin Sabine Reiner gewann den Halbmarathon in einer Zeit von einer Stunde, 16 Minuten und 39 Sekunden. Als Zweite kam die Andelsbucherin Sandra Urach ins Ziel. Reiner verpasste den Streckenrekord um nur 20 Sekunden wegen eines technischen Defekts, die Uhr der Dornbirnerin gab beim Regen ihren Geist auf: „Wenn ich gewusst hätte, in welcher Zeit ich unterwegs bin, hätte ich schon noch zulegen können, die 20 Sekunden hätte ich schon schneller laufen können!“

Zum Wetter hatte Reiner nur ein Lächeln übrig: „Ich bin heuer schon im Gebirge bei Schneefall gelaufen.“ Auch Sandra Urach machte aus dem Wetter keine Mördergrube: „Die Temperaturen waren angenehm, der Regen hat da kaum gestört.“

Sabine Reiner

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Die Dornbirnerin Sabine Reiner, Gewinnerin des Halbmarathons

Christoph Kuhm gewann Halbmarathon

Bei den Herren siegte der Deutsche Christoph Kuhm mit einer Zeit von einer Stunde, elf Minuten und 24 Sekunden. Bester Vorarlberger wurde Martin Kessler auf Platz sieben.

Daniela Tamutzer aus der Schweiz (44:41 Minuten) und der Dornbirner Jakob Mayer (39:11 Minuten) sicherten sich den Sieg im Viertelmarathon.

Audio: Hören Sie den Landesrundschau-Bericht von ORF-Sportredakteuren Thomas Haschberger und Bruno Schratzer.

Gute Stimmung trotz schlechten Wetters

Das Wetter spielte heuer nicht mit, Regen und Wind auf der ganzen Strecke machten den Läufern zu schaffen. Am Ende war dann klar, dass sich die Läufer nicht durch die Wetterkapriolen am Wettkampftag beirren ließen. „Die Stimmung war sensationell trotz des Dauerregens", so die Veranstalter.

Zieleinlauf im Bregenzer Casino-Stadion

Die Läufer des Marathons starteten in Lindau, passierten Lochau, Bregenz, Hard, Fußach, Höchst und St. Margarethen. Von dort ging es retour nach Bregenz, wo der Zieleinlauf stattfand. Auf der 42,195 Kilometer langen Strecke waren alle fünf Kilometer Verpflegungsstellen und ab km 12.5 Erfrischungsstände eingerichtet.

Am Samstag fand außerdem der Kindermarathon statt. 3.700 Kinder nutzen im Rahmen der von „Vorarlberg bewegt“ begleiteten Veranstaltung die Chance auf Bewegung.

Kindermarathon

VSport

Organisatoren ziehen positive Bilanz

Die Teilnehmer des Kindermarathons eingerechnet, konnten insgesamt 1.800 Läufer gezählt werden - ein neuer Teilnahmerekord.

Peter Mennel, Leiter des Organisationskomitees, zieht eine äußerst positive Bilanz. Die Resonanz der Läufer sei trotz Regen durchwegs positiv gewesen - sie seien irrsinnig zufrieden mit der Organisation und der Strecke gewesen. Außerdem hätten sich - trotz schlechtem Wetter - zahlreiche Zuschauer eingefunden.

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