Kindergärten: Zufrieden mit Springerdiensten

Die Regio „Im Walgau“ zieht nach einem ersten Testjahr eine positive Bilanz über die Springerdienste von Kindergartenpädagoginnen. Im vergangenen Kindergartenjahr leisteten die Springerinnen insgesamt mehr als 1.700 Einsatzstunden.

Im Pilotprojekt „Springerdienste“ erproben die Kindergärten der 14 Walgaugemeinden seit Herbst 2011 ein flexibles Vertretungsmodell. Bei Ausfall der Betreuungsperson kann ab 6.00 Uhr früh eine fachkundige Vertretung angefordert werden. Der Praxistest zeigt erste Erfolgsergebnisse. Finanziell unterstützt wird das Springerdienst-Modell vom Land und den Gemeinden.

Kurzfristige Vertretungen bei Personalausfällen

Anstoß gab die Regio Im Walgau. Gerade in Kleingemeinden zeigte sich der dringende Bedarf nach Vertretungslösungen bei kurzfristigen Personalausfällen. Das Pilotmodell „Springerdienste für Kindergärten des Walgaus“ wurde ins Leben gerufen. Initiiert von Gemeindeverbandspräsident Mag. Harald Sonderegger konnte mit Unterstützung des Landes im Oktober 2011 der Praxistest starten. Die landesweit vernetzte Fachstelle „Verein Tagesbetreuung“ übernahm die Projektkoordination. Unter der Leitung von Frau Mag. Angelika Hagspiel werden neben der Bereitstellung des Personals, die Planung der Einsätze sowie die Abrechnung mit den Gemeinden übernommen.

Unkomplizierte und flexible Koordination

„Die von den Gemeinden im Walgau gemeinsam entwickelte Kindergartenspringerlösung ist für mich der Idealfall einer gelungenen und unkomplizierten Kooperation", so der Gemeindeverbands-Präsident Mag. Harald Sonderegger. Mit dem Verein Tagesbetreuung habe man den dafür erforderlichen flexiblen privaten Träger gefunden. Das Modell sei eine „Win-Win-Situation“ für alle und käme sowohl den Kindergärterinnen als auch den Gemeinden als Träger sehr entgegen, sagt Sonderegger.

Auch die Evaluierungsergebnisse können sich sehen lassen. Sowohl die Organisation der Einsätze als auch die Verlässlichkeit und Fachkompetenz der „Springerinnen“ wird von den beteiligten Kindergärten mit „Sehr gut“ bewertet. Im Zeitraum Oktober 2011 bis Juli 2012 wurden von drei „Springerinnen“ 1.746 Einsatzstunden geleistet. Andere Regionen zeigen bereits Interesse.