Thurnher-Insolvenz führt für Gläubiger zu Totalausfall

Die Insolvenz des Hohenemser Bürobedarfshändlers Thurnher führt für die Gläubiger zu einem Totalausfall. Wie die Wirtschaftspresseagentur berichtet, gibt es für die 35 Gläubiger keine Quote auf ihre offenen Forderungen von über 760.000 Euro.

Im September 2011 wurde über den Hohenemser Schreibwaren- und Bürobedarf-Großhändler Wolf-Dieter Thurnher GmbH das Konkursverfahren eröffnet. Vor wenigen Tagen wurde dieses Verfahren nunmehr am Landesgericht Feldkirch abgeschlossen. Laut Wirtschaftspresseagentur sieht es für die 35 Gläubiger nicht gut aus. Bereits wenige Tage nach Insolvenzeröffnung zeigte der Masseverwalter an, dass die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um die Masseforderungen zu erfüllen (Masseunzulänglichkeit). Daran hat sich auch nicht mehr viel geändert: Wie Sabine Welte, Leiterin des KSV1870 in Vorarlberg, auf Anfrage der Wirtschaftspresseagentur.com erklärte, gebe es für die Gläubiger in dem Verfahren keine Quote auf ihre offenen Forderungen. Und diese anerkannten Forderungen belaufen sich auf 763.000 Euro.

Auch Dienstnehmer unter den Gläubigern

Den größten Ausfall hätten in dem Verfahren zwei Bürgen des Schuldners zu tragen, die zusammen für über 400.000 Euro gerade stehen müssen. Vergleichsweise gering machen sich dabei die Forderungen vom Finanzamt mit 60.000 Euro und der VGKK mit 13.000 Euro aus. Zu den 35 Gläubigern gehören auch vier Dienstnehmer. Ihre offenen Forderungen übernimmt bekanntlich der Insolvenzausfallgeld-Fonds, der wiederum nur die Quote - in dem Fall null - auf seine Forderungen bekommt.