Ein Jahr nach Schweineskandal
Die Bilder, die Tierschützer mit einer versteckten Kamera aufgenommen hatten, zeigten enge, verkotete Ställe, und darin eingepferchte Muttersauen. Sie lebten ganzjährig ohne Licht im Stall auf Betonböden mit Spalten für Urin und Kot. In Folge wurden alle Schweinebauern überprüft - mit Konsequenzen: Bei 14 Schweinehaltern wurden Mängel festgestellt, ein Betrieb wurde sofort aufgelöst und die Tiere notgeschlachtet.
Fink: „In der Schweinehaltung hat sich viel getan“
Seither wird jeder Betrieb einmal jährlich überprüft. Laut Tierschutzobmann Pius Fink hat sich in der Vorarlberger Schweinehaltung viel getan. Nun würden zum Beispiel Ferkel nur noch mit Betäubung kastriert. Zudem sei es ein Meilenstein, dass Schweine nicht mehr auf Holzspaltenböden gehalten werden dürfen, erklärte Fink.
Nur Bauern, die ihren Schweinen einen Bereich des Stalles mit Stroh auslegen, erhalten künftig eine Förderung des Landes. In Vorarlberg werden derzeit 6.500 Schweine gehalten. Laut Gesetz dürfen 1,3 Schweine pro Quadratmeter gehalten werden.
Publiziert am 04.10.2012

