Freiwilliges Sozialjahr: 290.000 Euro für Organisator
Seit vier Jahren gibt es das freiwillige soziale Jahr. Es ist
ein Angebot für Maturanten, die sich noch im Unklaren sind, ob und was sie studieren sollen - aber auch für junge Erwachsene auf Jobsuche. Das freiwillige in ein verpflichtendes Sozialjahr umzuwandeln ist übrigens auch einer der Vorschläge zum Ersatz des Zivildienstes, falls sich die Österreicher im Jänner für ein Berufsheer entscheiden sollten.
Über 100 Jugendliche im Turnus 2012/13
Pro Jahr absolvieren rund hundert Jugendliche ein freiwilliges soziales Jahr. Meist in Alten- und Pflegeheimen, aber auch in zahlreichen anderen Sozialeinrichtungen. Heuer sind 26 in der Schülerbetreuung an Volksschulen eingesetzt - diese Möglichkeit gibt es erst seit dem Schuljahr 2009/2010. Sie ersetzen nicht das nach wie vor notwendige Fachpersonal, sondern sind als zusätzlich Betreuer tätig. Das hat auch für die Schüler erhebliche Vorteile - sie haben jüngere Ansprechpartner und eine gewisse Kontinuität in der Betreuung.
Für junge Menschen in der Berufs-Orientierungsphase ist das freiwillige soziale Jahr eine gute Entscheidungshilfe, so Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser (ÖVP), und gleichzeitig ein wichtiges Element der Jugendbeschäftigung. Deshalb unterstützt das Land Vorarlberg
die ARGE Soziale Berufsorientierung für die Organisation dieses Angebotes heuer mit rund 290.000 Euro.
Soziales Jahr als beruflicher Wegweiser
Bemerkenswert ist, dass das Soziale Jahr für viele Jugendliche tatsächlich wegweisend ist: 80 Prozent der Absolventen wählen anschliessend eine Berufsausbildung in jenem Bereich, in dem sie das freiwillige Sozialjahr verbracht haben.
Publiziert am 28.09.2012

