Hausarzt statt Ambulanz: Finanzielle Anreize?
Im Video zu sehen: Christian Bernhard (Gesundheitslandesrat, ÖVP), Michael Jonas (Präsident der Vorarlberger Ärztekammer), Hanno Ledermüllner (Leiter Gesundheit, Amt der Stadt Dornbirn); Beitrag von Birgit Hackspiel, Manfred Abel, Bernhard Torghele
Ärztekammerpräsident Michael Jonas schlug beim Gesundheitsgipfel vor, dass die sogenannten „Selbsteinweiser“ im Spital eine Kaution hinterlassen müssen, die nur dann zurückbezahlt wird, wenn der Hausarzt den Besuch in der Ambulanz für gerechtfertigt hält und im Nachhinein eine Überweisung ausstellt.
Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP) steht solchen Anreizen offen gegenüber. Er hielte aber auch ein Anreizsystem für diejenigen, die ihre Gesundheitsleistungen über den Hausarzt in Anspruch nehmen, für denkbar. Eine Möglichkeit könnten entsprechend geringere Beitragsvorschreibungen sein, sagt Bernhard.
„Investitionen sind nötig“
Jedenfalls sei zur Entlastung der Ambulanzen eine Stärkung des niedergelassenen Bereichs nötig, sagt Jonas. Dazu müsse zuerst einmal Geld investiert werden: Ohne Anschubfinanzierung könne es keine Entlastung der Ambulanzen geben, das brauche zuerst mehr Geld, auf lange Sicht aber weniger, sagt Jonas.
Link:
- Aus für Triagepraxis in Dornbirn (vorarlberg.ORF.at, 28.9.2012)
- Warnung vor freiem Spitalsambulanz-Zugang (vorarlberg.ORF.at, 27.8.2012)
- Spitalsambulanzen: Projekte in Vorbereitung (12.3.2012)
Publiziert am 28.09.2012

