Finanzpolizei zeigte 400 Fahrzeuglenker an
Seit Juni läuft in Vorarlberg eine Schwerpunktaktion der Finanzpolizei: Ins Visier der Fahnder geraten dabei Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen - man ist auf der Suche nach Steuersündern. Konkret sucht man jene Vorarlberger, die ihr Auto im Ausland angemeldet und nicht umgemeldet haben, um sich somit Abgaben wie etwa den Zoll, die Einfuhrumsatzsteuer, die motorbezogene Versicherungssteuer und auch die Normverbrauchsabgabe (Nova) zu sparen.
Finanzpolizei entgehen über 100 Mio. Euro
Durch die „Nova-Trickser“ entgehen der Republik Österreich laut Finanzpolizei über hundert Millionen Euro. Man schätzt, dass bis zu 15.000 Fahrzeuge widerrechtlich in Österreich unterwegs sind. Vor allem bei größeren Autos geht es um viel Geld: Je teurer, bzw. leistungsstärker der Wagen, desto mehr würde die Normverbrauchsabgabe ausmachen - oft handelt es sich um mehrere tausend Euro.
772 Autos kontrolliert
Nach Angaben des Sprechers des Finanzministeriums, Andreas Perotti, haben die Finanzpolizisten in Vorarlberg seit Juni 772 Autos entsprechend kontrolliert. Das Ergebnis ist eklatant: Bei mehr als der Hälfte, nämlich bei 399 Lenkern, verhärtete sich der Verdacht auf Abgabenhinterziehung. Sie müssen nun mit einem Finanzstrafverfahren rechnen. Zusätzlich droht ein Verwaltungsstrafverfahren, denn das Fahren eines Fahrzeuges ohne Zulassung zählt zu einem der schwersten Delikten, die das Kraftfahrgesetz kennt.
Publiziert am 29.09.2012

