Soldat bei Übung in Fuß geschossen

Bei einer Pistolenschießübung am Truppenübungsplatz Lizum-Walchen in Tirol ist es am Dienstag zu einem Zwischenfall gekommen. Ein 31-jähriger Berufssoldat einer Kaderpräsenzeinheit hat sich mit seiner Pistole in den linken Fuß geschossen.

Am späten Dienstagvormittag passierte das Unglück. Der Berufssoldat des Jägerbataillons 23 schoss sich mit seiner Pistole in den linken Fuß. Bei dem Mann handelt es sich um einen Unteroffizier aus Vorarlberg. Er wurde nach der Erstversorgung in die Klinik Innsbruck eingeliefert. Nach Angaben des Sprechers des Militärkommandos Tirol hatte sich der Vorarlberger eine Fleischwunde zugezogen. Er müsse aber nicht operiert werden und könne das Krankenhaus möglicherweise in zwei Tagen wieder verlassen.

Technisches oder menschliches Versagen?

„Ob sich der Schuss aufgrund menschlichem oder technischem Versagen gelöst hat, wird von einer Unfallkommission des Militärkommandos untersucht“, so der Sprecher des Militärkommandos. Es werde der Ablauf rekonstruiert und die Pistole technisch überprüft. In jedem Fall habe die Pistole zum Zeitpunkt des Vorfalls nach unten gezeigt, weshalb der Schuss den Fuß traf. Demnach ist es möglich, dass der Soldat geglaubt hat, bereits alle Schüsse am Schießstand abgefeuert zu haben. Als er dann die Pistole unmittelbar nach seiner Übung nach unten richtete, löste sich ein letzter Schuss.

Der Zwischenfall hatte sich am späten Vormittag im Bezirk Innsbruck-Land zugetragen. Nach der Erstversorgung durch den anwesenden Rettungssanitäter des Bundesheers und infolge durch den Notarzt wurde der 31-Jährige mit dem Hubschrauber nach Hall in Tirol geflogen.