Gemeinden: Mehr Geld für Kinderbetreuung

Anfang Juli haben Land und Gemeindeverband ein Gemeindefinanzpaket geschnürt: es beschert den Gemeinden über mehrere Jahre hinweg zusätzliche 7,5 Millionen Euro aus dem Landesbudget.

Jetzt wurde in der Sitzung der Landesregierung der erste Teil des Paketes umgesetzt. Vor allem kleinere und finanzschwache Gemeinden profitieren vom Gemeindefinanzpaket. Ab Oktober gibt es dann mehr Geld für Kindergärten und die Kinder- und Schülerbetreuung.

Mehr Geld für Personal in Kinderbetreuung

Insgesamt gibt das Land 42 Millionen Euro für Kindergärten und die Kinder- und Schülerbetreuung aus. Jetzt kommen jährlich 1,8 Millionen Euro dazu. Gute eine halbe Million Euro entfällt auf Investitions-Förderungen; weit mehr macht die höhere Förderung der Personalkosten in der Kinder- und Schülerbetreuung aus.

Der Satz, den das Land von den Personalkosten übernehme werde von 50 auf 60 Prozent angehoben, sagt Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). Das bedeute, dass der Satz für Kinder- und Schülerbetreuungseinrichtungen derselbe sei, wie der für die Kindergärten. Diese 60 Prozent lägen etwa in einer Größenordnung von 1,2 Millionen Euro.

Mehr Freiheiten für die Gemeinden

Wegen der unterschiedlich hohen Förderungen mussten sich Kommunen früher oft entscheiden, ob sie lieber den Kindergarten oder die Kinder- und Schülerbetreuung verbessern, so Gemeindeverbandspräsident Harald Sonderegger. Jetzt falle diese Entscheidung leichter. Die Gemeinden hätten nun die Möglichkeit, nach den Gegebenheiten vor Ort zu reagieren und entsprechende Angebote zu entwickeln.

Die höheren Förderungen kommen - so Bildungslandesrat Siegmund Stemer (ÖVP) - in gleichem Ausmaß auch privaten Betreuungseinrichtungen zugute, wie etwa jener der Firma Blum. Die Einzelbeschlüsse ermöglichen unter anderem, dass solche Einrichtungen von den Gemeinden gemietet werden können.