Raucherabstimmung in der Schweiz

Die Schweiz stimmt am Sonntag über eine Verschärfung ihres Rauchverbotes ab. Seit zwei Jahren darf in öffentlichen Gebäuden mit kleinen Ausnahmen nicht mehr geraucht werden. Der Volksinitiative „Schutz vor Passivrauchen“ ist das zu wenig.

Ausnahmen vom Rauchverbot gibt es bisher für kleine Lokale und für abgetrennte Bereiche in größeren Gaststätten. Die Lungenliga und zahlreiche Gesundheitsorganisationen wollen generell rauchfreie Lokale, um das Servicepersonal vor dem schädlichen Passivrauchen zu schützen. Ein solches Modell ist bereits in einem Drittel der Schweizer Kantone umgesetzt, darunter auch in St. Gallen.

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Video: „Vorarlberg heute“-Beitrag von der ORF-Schweiz-Korrespondentin Raphaela Stefandl. Sie sprach mit Monja Schacht und mit Yvonne Gilli von der Lungenliga und Ärztin.

Gasthäuser haben Raucherloungen eingeführt

Gasthäuser haben teilweise sogenannte Raucherloungen eingeführt. Diese sind von den übrigen Räumen abgetrennt und die Gäste geben ihre Bestellung an der Türe auf und nehmen dort die Getränke entgegen. Das Personal darf die Speisen bringen und abräumen. Ein paar Kilometer weiter ist die Regelung nicht so streng. Wenn es unterschiedliche Regelungen gebe, würde es auch immer wieder Bestrebungen geben, diese zu unterlaufen, sagte Yvonne Gilli von der Lungenliga.

Regierung gegen Verschärfung des Rauchverbots

Die Gegner, darunter auch die Schweizer Bundesregierung, sind gegen die Verschärfung des Rauchverbots, denn dies bedeute einen Eingriff in die persönliche Freiheit und zudem sei das bisherige Modell gut angenommen worden.