4.000-Meter-Tiefenbohrung für Geothermie

Die Stadt St. Gallen startet in drei Monaten mit der ersten Tiefenbohrung für das geplante Geothermie-Kraftwerk. Dadurch soll heißes Wasser aus 4.000 Meter Tiefe an die Erdoberfläche gepumpt werden.

Geothermieprojekt

Stadt St. Gallen

Nach der Tiefenbohrung (li.) kann das Geothermie-Kraftwerk ans Netz gehen (re.)

Rund 160 Millionen Franken - umgerechnet gut 130 Millionen Euro - soll das Gesamtprojekt „Geothermie“ kosten. Knapp ein Drittel der Kosten entfällt auf die Bohrung, sagt der St. Galler Stadtrat Fredy Brunner.

Halb St. Gallen könnte geheizt werden

Findet man in 4.000 Meter Tiefe unter der Stadt tatsächlich - wie von Geologen vermutet - heißes Wasser, wird dieses dann an die Oberfläche gepumpt. Dort würde dem Wasser Wärme entzogen. Schätzungen zufolge könnte damit in etwa die Hälfte aller St. Galler Gebäude beheizt werden.

Klare Mehrheit für das Projekt

Die Bohrung wird vom Schweizer Erdbebendienst überwacht, sagt Brunner. Sind die Bohrungen erfolgreich, könnte das Geothermie-Kraftwerk in drei Jahren den Betrieb aufnehmen.

Das Projekt wurde vor zwei Jahren von den St. Galler Stimmbürgern mit klarer Mehrheit beschlossen.

Geothermieprojekt St. Gallen

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