Zahl der Staatsbürgerschaften nimmt ab

Jedes Jahr werden in Vorarlberg rund 700 österreichische Staatsbürgerschaften verliehen. Vor sechs Jahren waren es noch dreieinhalb mal soviel. Das Fremdengesetz sei seitdem verschärft worden, sagte Sonja Moosbrugger vom Amt der Landesregierung.

39 Menschen aus der Türkei, Serbien, Eduador, Kolumbien, China, Siebenbürgen, Marokko, Jamaica, der Dominikanischen Republik oder Griechenland wurde am Montag die österreichische Staatsbürgerschaft feierlich überreicht. Fast jeden Monat findet so eine Überreichung statt. Pro Jahr sind es rund 700, die die Prozedur durchmachen. Vor einigen Jahren waren es deutlich mehr.

Vor der Verschärfung: 2.500 Staatsbürgerschaften

Bis zur Verschärfung des Fremdengesetzes 2006 wurde die österreichische Staatsbürgerschaft rund 2.500 mal pro Jahr überreicht, dreieinhalb mal mehr als heute. Hauptgrund für den Rückgang sei, dass auch österreichische Staatsbürger nicht unbegrenzt Familienmitglieder zuziehen lassen können, sagte Moosbrugger. Vorher war es möglich, die Familie ohne große Schwierigkeit nach Österreich zu holen. Jetzt sei für viele der Anreiz weg.

Anforderungen sind gestiegen

Auch die Anforderungen sind vor sechs Jahren gestiegen. Die Deutschkenntnisse müssen heute fast auf Matura-Niveau sein, vorher genügte ein Hauptschul-Niveau.

Die Gründe, warum Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft wollen, sei beispielsweise der Kauf eines Hauses, so Moosbrugger. Aber meist fühlten sie sich zum Land zugehörig.