Armutskonferenz drängt Politiker zum Handeln
Wie berichtet, ist die Schweizer Grossbank UBS in einer Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die Real-Einkommen innerhalb von zehn Jahren um mehr als 30 Prozent verringert hätten. Während Wirtschaftsforschungsinstitut und Industriellenvereinigung die Studie in Frage stellten, sahen sich Vertreter von Sozialeinrichtungen bestätigt. Die Armutskonferenz legt jetzt Rechenbeispiele vor.
Mit einer Gegenüberstellung macht der Sprecher der Vorarlberger Armutskonferenz, Michael Diettrich, auf die Nöte einkommensschwacher Haushalte aufmerksam. Zwischen der Höhe der Mindestsicherung und den tatsächlichen Ausgaben klafft eine Lücke von bis zu 27 Prozent.
Familie fehlen 600 Euro zum Leben
Konkret: Einer Familie mit zwei Kindern fehlen im Monat 600 Euro. Bei einer Allein-Erzieherin mit einem Kind fehlen laut Armutskonferenz 300 Euro, damit die Grundbedürfnisse abgedeckt werden können. Und das jeden Monat. Die Tabellen über Mindestsicherung und Ausgaben wurden an alle Vorarlberger Parteiobleute verschickt.
Fragekatalog an Politiker
Können Sie sich vorstellen von diesen Bezügen zu leben, lautet eine Frage, oder wo sehen Sie Einsparmöglichkeiten bei den Ausgaben? Die Armutskonferenz will auch Informationen über politische Schlussfolgerungen. Die Antworten der Parteien sollen dann veröffentlicht werden.
Publiziert am 18.09.2012

