Wallner zu ÖVP-Zwist: „Zurück zur Sache!“

Nach der umstrittenen Aussage von ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf, in der er Sozialdemokraten mit Dieben in Verbindung brachte, kommt Kritik aus den ÖVP-Teilorganisationen. Landeshauptmann Wallner (ÖVP) fordert alle auf, zur Sachpolitik zurückzukehren.

Beim Bauern- und Seniorenbund ist man sich einig: Kopf hätte diese Äußerung so nicht machen dürfen. Das sei eine Beleidigung, die tief in den persönlichen Bereich gehe, stellt Seniorenbund-Obmann Gottfried Feurstein klar. Man könne hart in der Sache diskutieren, dürfe aber gewisse Grenzen nicht überschreiten.

Bünde: Verallgemeinerungen sind gefährlich

Auch Bauerbund-Obmann Erich Schwärzler hält fest, dass er persönlich so eine Formulierung nicht gewählt hätte. Dinge seien zwar beim Namen zu nennen, man müsse aber sehr aufpassen, dass man nicht Begriffe zusammen mische, die so nicht zusammen gehören.

Dieser Ansicht sind auch Wirtschaftsbund-Obmann Manfred Rein und Julian Fässler von der Jungen Volkspartei. Gerade bei Verallgemeinerungen bestehe die Gefahr, dass man übers Ziel hinaus schieße. Und Rein stellt noch klar, dass Karlheinz Kopf natürlich ganz genau wisse, dass Sozialdemokraten keine Diebe seien.

Wallner: „Meine Wortwahl wär’s nicht!“

Für Landeshauptmann Markus Wallner(ÖVP) ist es an der Zeit, sich in der hitzköpfigen Debatte zurückzunehmen. Er stellte gegenüber dem ORF Vorarlberg klar, dass die von Karlheinz Kopf gewählten Worte seine nicht wären.

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Audio: Landeshauptmann Wallner im Gespräch mit Erik Sandner und Bernhard Stadler

Es sei klar, dass es im politischen Diskurs immer wieder zu übertriebenen Aussagen und überspitzten Formulierungen komme. Gerade dann aber sei es notwendig, die Sache selbst nicht aus den Augen zu verlieren.

Neuwahlgespenst auch verfehlt

Dass nach solch einer Aussage gleich auch wieder das „Neuwahlgespenst“ herumgehe, so Wallner wörtlich, halte er für verfehlt. Mit der Volksbefragung zur Wehrpflicht und nötigen Reformen gebe es genug zu tun.

„Interne Diskussionen tun nie gut. Die gehören auch nicht an die Öffentlichkeit“, so Wallner.

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